Die Stadt Altena im Sauerland aus der Vogelperspektive, zu sehen ist die Burg über der Stadt, der Fluss Lenne und die Gebäude entlang beider Flussufer.
Dr.G.Schmitz / Wikimedia Commons - CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

"Es tut mir so leid, dass Sie, der Sie sich so sehr für die Verbindung und Integration von Menschen in unserem Land einsetzen, so etwas Schreckliches erleben müssen", schrieb Mohn. Sie erinnerte an die seit dem Jahr 2008 bestehende Zusammenarbeit mit Hollstein über den von unserer Stiftung initiierten Verein Familiengerechte Kommune e.V. Dabei habe sie mit ihren Mitarbeiterinnen Hollsteins "weitsichtigen und beeindruckenden Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger Altenas, egal welcher Nationalität, Herkunft oder Abstammung, außerordentlich zu schätzen gelernt". Dass der Stadt Altena für ihr Engagement in der Flüchtlingsaufnahme der diesjährige Nationale Integrationspreis der Bundeskanzlerin verliehen worden sei, spreche für Andreas Hollstein und die von ihm geleistete Arbeit mit den Menschen.

Ihre Genesungswünsche verbinde sie mit der Hoffnung, dass Hollstein den in Altena eingeschlagenen Weg trotz des furchtbaren Ereignisses fortsetze, so Mohn weiter: "Vorbilder wie Sie in Ihrer Kommune sind gerade in politisch derart turbulenten Zeiten unerlässlich, um unser gemeinsames Ziel einer toleranten und inklusiven Gesellschaft zu verwirklichen."

Andreas Hollstein hatte bundesweite Bekanntheit erlangt, weil die Stadt Altena auf sein Betreiben hin mehr Flüchtlinge aufnimmt, als eigentlich erforderlich wäre. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeichnete die Kommune im Mai 2017 für ihre gute Flüchtlingsarbeit mit dem ersten Nationalen Integrationspreis aus. Bei dem Messerangriff am Montag erlitt Hollstein Verletzungen am Hals, konnte aber das Krankenhaus schnell wieder verlassen. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen, laut Staatsanwaltschaft hatte er fremdenfeindliche Motive.

Das Foto zeigt die Stadt Altena.