Drei Schüler, von denen nur die Hände und Arme zu sehen sind, sitzen an einem Tisch und arbeiten mit einem Laptop und einem Tablet-PC.
Deutsche Telekom Stiftung / Phil Dera

Die Ergebnisse der Werkstatt können aus Sicht der Stiftungen einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der am Donnerstag verabschiedeten Strategie "Bildung in der digitalen Welt" der Kultusministerkonferenz (KMK) leisten.

In der Werkstatt schulentwicklung.digital werden Schulen zusammenarbeiten, die bereits begonnen haben, ihre Schul- und Unterrichtskultur zu verändern, um auf die Anforderungen des Lernens in einer immer stärker digitalisierten Welt zu reagieren. Sie bringen ihre Erfahrungen zusammen und arbeiten gemeinsam die Entwicklungsfelder heraus, die entscheidend dafür sind, dass digitale Bildung in der Schule gelingen kann.

Die Stiftungen begrüßen die KMK-Strategie: "Schüler können heute zu jeder Zeit und an jedem Ort auf eine Vielzahl an Informationen zugreifen", sagt Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Um sie verstehen und richtig einordnen zu können, benötigen Kinder das Wissen, das sie in der Schule erwerben, dringender denn je. Dem trägt auch der verbindliche Kompetenzrahmen Rechnung, den die Kultusministerkonferenz in ihrer Strategie festgelegt hat. Unter anderem mit der Werkstatt schulentwicklung.digital möchten wir einen Beitrag zur Umsetzung leisten, indem wir Schulen zusammenbringen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und gute Ideen einbringen können."

Schulen wollen offen über Erfolge und Misserfolge sprechen

Die Werkstatt schulentwicklung.digital startet Anfang 2017 und soll zunächst ein Jahr andauern. In dieser Zeit treffen sich die Schulen mehrmals als gesamtes Netzwerk sowie in einzelnen Arbeitsgruppen, um mögliche Antworten auf grundlegende Umsetzungsfragen zu entwickeln. Die Werkstatt schulentwicklung.digital wird wissenschaftlich von einem Beirat begleitet. Die Ergebnisse werden gegen Ende des Jahres auf einer Konferenz vorgestellt.

Entscheidend für die Auswahl der Werkstatt-Schulen war, dass sie sich schon auf den Weg der Schulentwicklung gemacht haben und offen über eigene Erfolge, aber auch Misserfolge und Entwicklungsbedarfe reflektieren wollen. Um möglichst gut übertragbare Erkenntnisse zu gewinnen, war es zudem wichtig, dass sie den Wandel unter Voraussetzungen gestalten, die mit denen an anderen Schulen vergleichbar sind. Und schließlich sollte die Auswahl auch die Vielfalt der Schulsysteme abbilden – mit Teilnehmerschulen aus allen Bundesländern und allen wesentlichen Schularten: von Grund- über Gesamt-, Sekundar- und berufliche Schule oder Gymnasium bis hin zur Förderschule.

Die Teilnehmerschulen

  • Ernst-Reuter-Schule, Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Gemeinschaftsschule in der Taus, Backnang, Baden-Württemberg
  • Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen Emmendingen, Emmendingen, Baden-Württemberg
  • Walter-Eucken-Schule, Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Grundschule Altenmünster, Altenmünster, Bayern
  • Johann-Turmair-Realschule, Abensberg, Bayern
  • Staatliche Berufsschule II Bamberg, Bamberg, Bayern
  • Gymnasium Veitshöchheim, Veitshöchheim, Bayern
  • Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn, Neufahrn b. Freising, Bayern
  • Hans-Fallada-Schule, Berlin
  • Hemingway Schule, Berlin
  • Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Königs Wusterhausen der FAW gGmbH, Königs Wusterhausen, Brandenburg
  • Voltaireschule Potsdam, Potsdam, Brandenburg
  • Neue Oberschule Gröpelingen, Bremen
  • Oberschule Findorff, Bremen
  • Oberschule im Park, Bremen
  • Gymnasium Lerchenfeld, Hamburg
  • Elisabethenschule, Frankfurt am Main, Hessen
  • Oskar-von-Miller-Schule, Kassel, Kassel, Hessen
  • Schule am Bodden Neuenkirchen, Neuenkirchen, Mecklenburg-Vorpommern
  • Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Göttingen, Niedersachsen
  • Waldschule Hatten, Oberschule, Haten-Sandkrug, Niedersachsen
  • Europaschule Bornheim, Bornheim, Nordrhein-Westfalen
  • Evangelisch Stiftisches Gymnasium, Gütersloh, Nordrhein-Westfalen
  • Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg, Arnsberg, Nordrhein-Westfalen
  • GGS Siegtal, Hennef, Nordrhein-Westfalen
  • GS Belke-Steinbeck / Besenkamp, Enger, Nordrhein-Westfalen
  • Ratsgymnasium Minden, Minden, Nordrhein-Westfalen
  • Schule im FiLB, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Bereich der Berufspraxisstufe Sek. II, Gütersloh, Nordrhein-Westfalen
  • Gesamtschule Xanten-Sonsbeck, Xanten, Nordrhein-Westfalen
  • Max-von-Laue-Gymnasium, Koblenz, Rheinland-Pfalz
  • Ganztagsschule Saarbrücken-Bellevue, Saarbrücken, Saarland
  • Gymnasium Burgstädt, Burgstädt, Sachsen
  • Bismarck-Gymnasium, Genthin, Sachsen-Anhalt
  • Freiherr-vom-Stein Gemeinschaftsschule der Stadt Neumünster, Neumünster, Schleswig-Holstein
  • Grund- und Gemeinschaftsschule Scharbeutz, Scharbeutz, Schleswig-Holstein
  • Theodor-Storm-Schule, Husum, Schleswig-Holstein
  • Nessetalschule Warza, Staatliche Regelschule, Warza, Thüringen