2. Auflage 2015 , 190 Seiten (Broschur)

mit einer Zusammenfassung zentraler Ergebnisse

ISBN 978-3-86793-657-6

20,00 €

zzgl. Versandkosten

In 2-3 Tagen lieferbar

Aufwachsen in Armut ist für mehr als zwei Millionen Kinder in Deutschland Realität. Doch was Armut für den Familienalltag bedeutet, welche Unterstützung sich betroffene Familien wünschen und warum bestehende Unterstützungsangebote nicht bei ihnen ankommen, darüber ist wenig bekannt. Hier setzen die Autorinnen an. Sie lassen betroffene Familien als Experten ihrer eigenen Lebenslage und Fachkräfte aus Kommunen zu Wort kommen. Auf der Grundlage dieses Erfahrungswissens arbeiten sie konkrete Handlungsempfehlungen für eine passgenaue Unterstützungslandschaft für Familien heraus.

Die Gespräche mit Müttern, Vätern und Kindern über ihr Leben in einer prekären Lage öffnen die Augen, was es in unserer Gesellschaft bedeutet, in Armut zu leben. Sie zeigen die große Sorge, die Eltern um ihre Kinder und deren Entwicklung haben. Daher muss auch bei der Sicherung der Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern deren Erziehungsrolle mitgedacht werden. Die systematische Berücksichtigung des Wohlbefindens und der Teilhabechancen von Kindern sollte den Ausgangspunkt für Reformen bilden, die Kinder- und Familienarmut wirksam bekämpfen.

Deutscher Bundestag

Aktiv werden gegen Kinderarmut

In Deutschland wachsen aktuell mehr als 2 Millionen Kinder und Jugendliche in Armut auf. Mindestens jedes fünfte Kind erfährt damit, dass Familienalltag in einer prekären Lebenslage mit materieller Unterversorgung, einem Mangel an kultureller und sozialer Teilhabe, Verzicht und ständigem Nein-Sagen verbunden ist. Diese Armutserfahrungen können für die betroffenen Kinder und Jugendlichen nachweislich in nahezu allen Lebensbereichen negative Folgen haben.

Expertenforum

Kinder zwischen Chancen und Barrieren: Was passiert im Zusammenspiel von Familie und Bildungsinstitution?

Bildungschancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Bildungs- und Erziehungspartnerschaften zwischen Familien und Fach- und Lehrkräften sollen dazu beitragen, bestehende Bildungsungleichheiten abzubauen. Kann das gelingen, und wenn ja, wie? Und entstehen im Zusammenspiel von Familie und Kitas oder Schule mitunter auch Barrieren für Kinder? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Expertenforums am 31. Mai 2017.

Landtag Niedersachsen

Expertise zur Existenzsicherung von Kindern gefragt

Rund 192.000 Kinder sind in Niedersachsen von SGB-II-Leistungen abhängig und wachsen in Armut auf. Die weitreichenden Folgen von Kinderarmut und die unzureichende Wirksamkeit familienpolitischer Maßnahmen hat der Landtag Niedersachsen nun zum Thema einer öffentlichen Anhörung gemacht. Im „Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Migration“ konnte auch das Projekt „Familie und Bildung: Politik vom Kind aus denken“ Stellung beziehen.