Fast 60 Organisationen haben am 11. Juni 2018 in Berlin das Gründungsdokument zum neuen Bündnis "Bildung für eine demokratische Gesellschaft" unterschrieben. Gemeinsam möchten die Partner darauf hinwirken, der Demokratiebildung in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie in Öffentlichkeit und Bildungspolitik ein größeres Gewicht zu geben. Initiiert wurde das Bündnis durch die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik. Die Organisation "Makista – Macht Kinder stark für Demokratie" und die Bertelsmann Stiftung unterstützen das Projekt von Anfang an. Gruppenfoto der Teilnehmer der Veranstaltung, unter anderem mit Sigrid Meinhold-Henschel (2. Reihe, 2. von links), Projektverantwortliche auf Seiten der Bertelsmann Stiftung.
© Marius Klemm

Gütersloh, 13. Juni 2018. Anlass für die Gründung des Bündnis "Bildung für eine demokratische Gesellschaft" sind die großen Herausforderungen, vor denen die Demokratie aktuell steht. Die Zunahme rechtspopulistischer und rechtextremer Haltungen, die wachsende Abkehr vom europäischen Gedanken und die Herausforderungen durch die Integration hunderttausender geflohener Menschen erfordern eine konzertierte Aktion für mehr demokratische Bildung. Unter dem Motto "Vielfältig.Gemeinsam.Wirksam" möchte das Bündnis einen Beitrag dazu leisten, die Zukunft der Demokratie und der Menschenrechte zu sichern. Die Bertelsmann Stiftung bringt in das Bündnis ihre Konzepte zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Bereich der Demokratie- und Engagement-Bildung aus dem Projekt "jungbewegt - Für Engagement und Demokratie" ein.

"Entlang der gesamten Bildungsbiographie von Kindern und Jugendlichen müssen Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeitssinn und Toleranz für abweichende Meinungen aufgebauten werden. Wir unterstützen das Bündnis, weil es die Pädagogen und Fachkräfte, die diese wichtige Vermittlungsaufgabe jeden Tag in der Praxis wahrnehmen, noch stärker vernetzt und koordiniert", begründet Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, ihr großes Interesse an dem Bündnis.

"Wir werden die Herausforderungen einer gelingenden und flächendeckenden Bildung für eine demokratische Gesellschaft nur im Verbund bewältigen können. Es ist an der Zeit, noch stärker als bisher auf Kooperation und gemeinschaftliche Wirkung zu setzen", fasst der Projektleiter Martin Nanzig von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. das Anliegen zusammen.

Namhafte Organisation unterstützen das Bündnis

Zu den Erstunterzeichner gehören unter anderen die Stiftung Mercator, die Körber Stiftung die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie große Organisationen wie UNICEF Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk, die National Coalition Deutschland zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Zentralrat der Muslime.

Mit dem Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V. und der Servicestelle Jugendbeteiligung beteiligen sich Jugendorganisationen an dem neuen Bündnis. Unterstützt wird das Bündnis auch von Ministerpräsidentin Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz, der nordrhein-westfälischen Kultusministerin Yvonne Gebauer sowie der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres. In ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Amtschefkommision der Kultusministerkonferenz forderte Gabi Ohler, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Sport in Thüringen insbesondere auch Angebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Bereich der Demokratiebildung zu entwickeln.

Organisationen und Privatpersonen können sich auf www.buendnis.degede.de informieren und sich dem Bündnis anschließen.