Zukunft der Integration
Deutschland steht vor einem grundlegenden Perspektivwechsel bei der Integration der Zuwanderer. Integration ist angesichts der demographischen Entwicklung keine Minderheitenfrage mehr. Die bisher dominierende Defizitwahrnehmung von Zuwanderern muss von einem potenzialorientierten Ansatz abgelöst werden, der Vielfalt als Stärke dieses Landes begreift. Denn Deutschland ist in den nächsten Jahrzehnten dringend auf Zuwanderung angewiesen. Die Wirtschaftskrise erschwert das nötige Umdenken. Die Herausforderung besteht darin, angesichts steigender sozialer Spannungen den Zusammenhalt zwischen Einheimischen und Zuwanderern auf eine neue Grundlage zu stellen sowie Politik und Gesellschaft für weitere Zuwanderung zu öffnen.
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Die Chancen der Einwanderungsgesellschaft - ein Rückblick auf den Höhepunkt des Sommers
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Integration in Kommunen
Integration ist eine der wichtigsten Herausforderungen und eine Zukunftsaufgabe für Kommunen. Nicht nur Großstädte mit einem Zuwandereranteil von ca. 30 Prozent, sondern auch viele Gemeinden im ländlichen Raum müssen das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft gestalten. Die Bertelsmann Stiftung bietet Veranstaltungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik sowie Studien und Kennzahlensets an. Für Kommunen wurde ein Integrationsworkshop entwickelt, der sich an die maßgeblichen Akteure aus Politik, Verwaltung und Migrantencommunities richtet. Zudem finden Sie bei uns gute Beispiele erfolgreicher Integrationspolitik sowie die wichtigsten Daten zu Ihrer Kommune in dem Internet-Portal www.wegweiser-kommune.de.
Partizipation von Zuwanderern
Der Schlüssel für die erfolgreiche Integration von Zuwanderern ist ihre Partizipation an der Aufnahmegesellschaft. Partizipation bezieht sich vor allem auf die gleichberechtigte Teilhabe am Bildungssystem und Arbeitsmarkt, aber auch auf die Mitwirkung in der Bürgergesellschaft und in der Politik. Partizipation setzt die Akzeptanz der grundlegenden Rechts- und Wertegrundlagen in Deutschland voraus. Die Bertelsmann Stiftung hat durch den bundesweiten Integrationswettbewerb mit Bundespräsident Johannes Rau 2002 auf die Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements von Zuwanderern aufmerksam gemacht. Mit dem neuen "Leadership Programm" für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen fördert sie wichtige "Brückenbauer" für eine erfolgreiche Integration.
weiterMigration und Integration in Europa
Durch die Erweiterung der Europäischen Union hat das Thema der Steuerung von Migration und Integration weiter an Relevanz gewonnen. Bereits seit 1992 erarbeitet die Bertelsmann Stiftung Vorschläge für ein einheitliches europäisches Zuwanderungsrecht. Um der Integrationsagenda in Deutschland und Europa neuen Schub zu verleihen, hat die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem US-amerikanischen "Migration Policy Institute" in Washington ein "Transatlantic Council on Migration" eingesetzt. Dieses Council erarbeitet strategische Empfehlungen für eine innovative Migrations- und Integrationspolitik.
weiterVielfalt gestalten
Die Demokratie ist auf Werte und Kompetenzen wie Toleranz, Gemeinsinn und Engagement angewiesen. Diese sind nicht selbstverständlich, sondern müssen gefördert werden. Die Bertelsmann Stiftung hat deshalb gemeinsam mit Partnern Bildungsprogramme entwickelt, die auf individueller Ebene entsprechende Haltungen fördern helfen. Auf struktureller Ebene braucht eine funktionsfähige demokratische Gesellschaft angesichts von Individualisierung und Pluralisierung neue Möglichkeiten für Beteiligung. Denn: "Partizipation ist das Prinzip der Politik" (Volker Gerhardt). Hier sind neue Konzepte und Ideen nötig, um die Demokratie durch mehr Partizipation zu stärken.
weiterBekämpfung des Rechtsextremismus
Die langjährige Tabuisierung der Einwanderungssituation in Deutschland hat ausländerfeindliche und rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung begünstigt. Mittlerweile geht es dabei nicht mehr um Randphänomene: Rund 40 Prozent der Bevölkerung stimmt beispielsweise der Aussage zu, dass die Bundesrepublik "durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet" sei. Solche Befunde sind Sprengsätze für das demokratische Zusammenleben in Deutschland und zeigen, dass die Brisanz und das Bedrohungspotenzial des Rechtsextremismus auf lange Jahre fortbestehen werden. Rechtsextremismus ist allerdings kein deutsches Sonderproblem, sondern ein europäisches Phänomen. Was kann Deutschland dabei von anderen Ländern in Europa lernen?
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Demokratie und Integration in Deutschland
Welchen Einfluss wünschen sich die Bürger in Deutschland auf die Politik? Wie bewerten Deutsche und Zuwanderer die Qualität von Politik und Politikern? Unsere Umfrage, durchgeführt von der Forschungsgruppe Wahlen, versucht auf diese und weitere Fragen Antworten zu geben.
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