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Übergänge mit System
Übergänge mit System
Der Hintergrund: Umwege im Maßnahmedschungel
Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen den Zugang zu qualifizierter Beschäftigung. Leider gelingt der Übergang in Ausbildung längst nicht allen Jugendlichen: Viele erreichen diese erst über teilweise teure und zeitraubende Umwege aus Übergangsmaßnahmen oder bleiben ganz ohne Ausbildung. Das ist aus individueller, sozialpolitischer und ökonomischer Perspektive nicht zu verantworten.
Die Zielsetzung: Ausbildung für alle!
Die Initiative "Übergänge mit System" setzt sich dafür ein, allen ausbildungswilligen Jugendlichen an der Schwelle zwischen Schule und Berufsausbildung künftig systematisch und ohne Zeitverlust zwei Wege zu einem Ziel anzubieten: Den Abschluss einer Berufsausbildung.
In Zukunft sollen ausbildungsreife Jugendliche ohne Ausbildungsplatz keine Zeit mehr in Übergangsmaßnahmen verlieren, in denen sie keinen qualifizierenden Abschluss erhalten können. Vielmehr sollen sie gleich nach dem Ende ihrer Schulzeit ausgebildet werden - und zwar prioritär im Rahmen der dualen Ausbildung. Sollte dies nicht möglich sein, sollte die Ausbildung in außerbetrieblichen oder vollzeitschulischen Alternativen erfolgen. Für nicht ausbildungsreife Jugendliche sollen zielgruppenadäquate und individuelle Ansätze genutzt werden, um Ausbildungsreife herzustellen. Wer die Ausbildungsreife dann erlangt hat, soll ein verbindliches Angebot erhalten, eine abschlussorientierte Berufsausbildung anzutreten.
Durch einen solchen Ansatz wird der gegenwärtige Dschungel an Übergangsmaßnahmen in ein effizientes und transparentes System umgewandelt, das den Namen "System" auch verdient.
Die Beteiligten: Gemeinsam sind wir stark!
In der Startphase entwickelt die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit Ministerien aus fünf Bundesländern ein Konzept zur Umsetzung der genannten Zielsetzung. Zu diesem Zweck werden mit wissenschaftlicher Begleitung in den Ländern Strategien und Erfahrungen im Übergangsbereich sondiert, um gute Ansätze zu identifizieren und ihre Übertragbarkeit zu prüfen. Das entstehende Portfolio von Erfahrungen wird in einem standardisierten Verfahren aufbereitet. Es bietet anschließend die Grundlage für einen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und für die Weiterentwicklung der Ansätze. Dabei kann die gemeinsame Zielsetzung in den Ländern auf ganz verschiedenen Wegen und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangsbedingungen verfolgt werden.
Im nächsten Schritt wird der Prozess ab Frühsommer 2010 für weitere Länder und Akteure geöffnet, um in einem partizipativen, länder- und institutionenübergreifenden Prozess die Zielsetzung Realität werden zu lassen und die Umsetzung zu befördern. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und für Transfer und Implementierung zur Verfügung gestellt.
Die Beteiligten der Initiative:
Baden-Württemberg
. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg
. Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Berlin
. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
. Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Brandenburg
. Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
. Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Bremen
. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft
Hamburg
. Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB)
Hessen
. Hessisches Kultusministerium
Nordrhein-Westfalen
. Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Freistaat Sachsen
. Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport
. Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Schleswig-Holstein
. Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein
. Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
Bundesagentur für Arbeit
Wissenschaftliche Begleitung
. Professor Dr. Dieter Euler, Institut für Wirtschaftspädagogik, Universität St. Gallen
. Professor Dr. Eckart Severing, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Nürnberg















