"Junge Menschen und ihre Werte verkörpern unsere größten Hoffnungen"
Der König von Spanien zu Gast bei der Fundación Bertelsmann
König Juan Carlos eröffnete am Mittwoch, den 4. November 2009, in Madrid den IV. Kongress "Dialog und Aktion" der Fundación Bertelsmann mit einer Ehrung ihres Gründer Reinhard Mohn: "Er war ohne Zweifel eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Verlags- und der audiovisuellen Industrie, deren besondere Zuneigung zu Spanien und Bindung an unsere Kultur wir nie vergessen werden", sagte der Monarch. König Juan Carlos hob aus dem Lebenswerk Reinhard Mohns hervor, dass dieser ein "unermüdlicher Philanthrop und Unternehmer" war, der "durch seine Stiftung die Werte der wahren Unternehmenskultur der Solidarität und des Miteinanders zu vermitteln wusste".
Mit "Dialog und Aktion" wurden Bemühungen angestellt, das unternehmerische Engagement der Jugendlichen - in Spanien ein Thema von besonderer Relevanz - als mögliche Alternative zu den derzeitigen Beschäftigungsschwierigkeiten, von denen die Jugend in besonderem Maße betroffen ist, zu fördern. König Juan Carlos wies darauf hin, dass "das Engagement der jüngeren Generationen gefördert werden" müsse, vor allem "zu einem Zeitpunkt schwerer wirtschaftlicher Krise wie dem gegenwärtigen, der gravierende Auswirkungen sowohl für jene hat, die ihre Beschäftigung gerade verloren haben, als auch für jene, die vor dem ersten Zugang zum Arbeitsmarkt stehen".
Die Teilnahme des Königs zeigt die institutionelle Bedeutung, die das Königshaus dem von der Fundación Bertelsmann behandelten Thema beimisst. Begleitet wurde der König bei der Eröffnung von der Präsidentin der Stiftung, Liz Mohn, und dem spanischen Bildungsminister, Ángel Gabilondo.
Die drei Persönlichkeiten vergaben während der Veranstaltung den "Premio Fundación Bertelsmann", einen Preis, der sozial engagierte Jugendinitiativen sowie Einrichtungen auszeichnet, die die unternehmerische Kultur fördern. Liz Mohn erklärte: "Mit unserer heutigen Preisverleihung soll der Wille der spanischen Jugend ausgezeichnet werden, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Wir würdigen somit die außerordentlichen Jugendinitiativen, die eine sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich beispielhafte Funktion erfüllen." Gewinner waren die aus Saragossa stammende "Asociación Ilógica" und das öffentliche Unternehmen Valnalón aus Langreo (Asturien).
Die Fundación Bertelsmann stellte außerdem die Ergebnisse der Meinungsumfrage "Profil der spanischen Jugend und ihr Verhältnis zur unternehmerischen Kultur" vor: Besonders hervorzuheben ist dabei die hohe Zahl junger Menschen, die schon einmal daran gedacht haben, ihr eigenes Unternehmen zu gründen (fast 60 Prozent), um eine Geschäftsidee mit dem Ziel der Selbstverwirklichung umzusetzen (in knapp der Hälfte der Fälle). Aus der Umfrage geht weiterhin hervor, dass 6 Prozent der befragten Jugendlichen bereits ein eigenes Unternehmen gegründet und dabei das größte Hindernis für ihr Vorhaben überwunden haben: fehlende Geldmittel.
Im sozialen Bereich ist ein großes Interesse der Jugend für die Mitarbeit an Wohltätigkeitsinitiativen bzw. in ökologischen und Umweltschutzeinrichtungen hervorzuheben (je 72 Prozent). Weiterhin besteht auch großes Interesse an Menschenrechtsorganisationen (67 Prozent), Sporteinrichtungen (57 Prozent) und bürgerschaftlichen Institutionen wie Nachbarschafts- und Verbrauchereinrichtungen (56 Prozent). Kirche und politische Parteien nehmen den letzten bzw. vorletzten Platz der Einrichtungen ein, an denen die Jugendlichen Interesse zeigen.
Der Kongress "Dialog und Aktion" erhielt finanzielle Unterstützung vom EU-Programm "Jugend in Aktion" sowie von verschiedenen der Förderung der unternehmerischen Kultur unter Jugendlichen verpflichteten institutionellen Partnern.
















