Projekte
KiTa ZOOM • Ressourcen wirksam einsetzen
Alle Kinder brauchen gleiche Bildungschancen, aber jedes Kind lernt anders. Das Projekt „KiTa ZOOM • Ressourcen wirksam einsetzen“, ehemals „Finanzierung der Elementarbildung", erprobt innovative Wege und Verfahren, damit Kindertageseinrichtungen so ausgestattet werden können, dass sie Kinder auf ihren unterschiedlichen Lernwegen individuell fördern können.
ProjektbeschreibungAktuelles
KiTa-Finanzierung in der Revision - ohne Geld geht es nicht
Die Finanzierung von Kindertageseinrichtungen bestimmt die Handlungsspielräume für die pädagogischen Fachkräfte erheblich mit: Nicht nur die Höhe der verfügbaren Finanzmittel, auch die Wege der Mittelverteilung nehmen Einfluss auf die Rahmenbedingungen vor Ort und damit auch auf die Bildungs- und Betreuungsqualität. Welche Anforderungen sich hieraus für die (Weiter-)entwicklung eines wirksamen Systems der Kita-Finanzierung ergeben, diskutieren Kathrin Bock-Famulla und Katharina Keinert in einem Beitrag in der Kita aktuell NRW – auch mit Blick auf die bevorstehende zweite Stufe der KiBiz-Revision.
Keine Elternbeitragsfreiheit auf Kosten der Qualität
Stellungnahme zur NRW-Landtagsanhörung
Die Abschaffung des Elternbeitrags im letzten Kitajahr kann auch negative Auswirkungen auf die Bildungs- und Entwicklungsverläufe der Kinder haben und hohe Reparatur- und Folgekosten erzeugen. Nur bei einer guten Angebotsqualität ergeben sich positive Effekte von institutioneller Bildung, z.B. auf die sozialen und kognitiven Kompetenzen von Kindern, betonte Kathrin Bock-Famulla, Senior Projektmanagerin der Bertelsmann Stiftung. Als Sachverständige für den Bereich „Familie, Kinder, Kultur und Sport“ verfasste sie eine Stellungnahme für den Haushalts- und Finanzausschuss NRW. In der Anhörung am 19. Januar 2012 setzte sie sich dafür ein, in NRW vorrangig in erforderliche Qualitätsverbesserungen in Kitas zu investieren. Von einer Beitragsfreiheit sei dementsprechend kurzfristig abzusehen – mittel- bzw. langfristig sei diese natürlich wünschenswert.
Finanzierungssysteme sind kein Selbstzweck
Erfolgsbedingungen für eine wirksame Reform der Kitafinanzierung
Auf Einladung des Forums für Kinder präsentierte Kathrin Bock-Famulla Anforderungen an einen erfolgreichen Reformprozess der Kitafinanzierung beim 3. Dialog zur Förderung von Kindern in NRW. Das Forum für Kinder – ein Zusammenschluss aus über 20 Verbänden, Trägern, Mitarbeitervertretungen, Gewerkschaften und Initiativen in NRW – diskutierte mit Vertretern der Landtagsfraktionen und kommunalen Entscheidern über die Neugestaltung des Finanzierungssystems. In ihrem Vortrag betonte die Expertin, dass nur ausgehend von konkreten Zielen der Kita-Arbeit systematische Schlussfolgerungen über die notwendigen Ressourcen und das Finanzierungsverfahren möglich seien. Erforderlich ist deshalb zunächst ein Prozess der Verständigung über Ziele und Aufgaben von Kitas.
Gleiche Bildungschancen durch ungleichen Mitteleinsatz - Innovatives Finanzierungssystem für KiTas
Welche Möglichkeiten gibt es, allen Kindern gute Bildungschancen zu eröffnen? Wie angemessene Rahmenbedingungen für den Bildungs- und Betreuungsauftrag von KiTas durch Finanzierungsverfahren strukturell verankert werden können, diskutiert der Beitrag von Kathrin Bock-Famulla, Nina Hogrebe und Katharina Keinert im aktuellen Vierteljahresheft zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin.
Die Bertelsmann Stiftung hat einen innovativen Ansatz zur Finanzierung der Elementarbildung entwickelt, der von der gewünschten Bildungsqualität ausgeht und sich insbesondere durch eine indikatorengestützte Verteilung der finanziellen Ressourcen auszeichnet. Diese ermöglicht eine bedarfsgerechte Mittelverteilung je nach individuellem Angebots- und Anforderungsprofil der Einrichtungen.
Zu einer guten Infrastruktur gehört die bedarfsgerechte Kinderbetreuung - Stellungnahme zur NRW-Landtagsanhörung
Es muss nicht unbedingt der Betriebskindergarten sein - Eltern sind auch für andere Betreuungsangebote offen.
Flexible und kürzere Arbeitszeiten sowie ein familienfreundliches Betriebsklima - nach bundesweiten Elternbefragungen sind die größten Wünsche von Müttern und Vätern an eine familienfreundliche Personalpolitik in Unternehmen. Als Sachverständige zum Thema "Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung" erstellte die Projektmanagerin Kathrin Bock-Famulla eine Stellungnahme für den Ausschusses für Generationen, Familie und Integration im Düsseldorfer Landtag. In ihrem Vortrag stellte die Expertin zur Frühkindichen Bildung heraus, dass eine öffentliche Infrastruktur der Kindertagesbetreuung erforderlich ist, die allen Familien - unabhängig von einer Förderung des jeweiligen Arbeitgebers - Zugang zu flexiblen und erweiterten Angeboten eröffnet.
OECD - Konferenz frühkindliche Bildung in Paris
Auf Einladung der OECD präsentierte Kathrin Bock-Famulla für die teilnehmenden Staaten innovative Ansätze zur Finanzierung der Elementarbildung. Das internationale Netzwerk zur frühkindlichen Bildung befasste sich im Rahmen einer zweitägigen Konferenz mit Fragen zur wirksameren Ressourcensteuerung für Kindertageseinrichtungen. Die Bertelsmann Stiftung hat ein Konzept entwickelt, das die gewünschte Qualität frühkindlicher Bildung und die unterschiedlichen Herausforderungen als Ausgangspunkt wählt. Grundidee ist es, dass angesichts heterogener Anforderungen die Mittelzuweisungen für Kitas bedarfsorientiert kalkuliert werden.
Weiterführende Projekte
| Folgekosten unzureichender BildungKECK: Kommunale Entwicklung – Chancen für KinderLändermonitoring Frühkindliche BildungssystemeWirksam in Bildung investieren: Familie und Institutionen stärken |
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