Die aktuelle ökonomische Entwicklung beeinflusst natürlich auch die Arbeit der Bertelsmann Stiftung. Die programmübergreifende Task Force "Perspektive 2020 - Deutschland nach der Krise" soll deshalb gezielt das Know-how der Stiftung bündeln und Lösungsansätze in die Diskussionen einspeisen. Wir sehen unser Aufgabenfeld in den mittel- und langfristigen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Dazu gehören für uns Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Vertrauens oder die Suche nach gemeinsamen Werten. Wir wollen aber auch Wege für eine nachhaltigere ökonomische Entwicklung identifizieren und den Menschen dabei wieder stärker in den Mittelpunkt stellen.
ProgrammbeschreibungBeitrag
Herausforderungen: Vertrauen, Nachhaltigkeit und Steuerung
Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung über drei wichtige Veränderungsschritte für Deutschland nach der Krise
Die Globalisierung hat die Welt, die Arbeitsbeziehungen und das Leben von uns allen in den letzten Jahren stark verändert. Dieser Wandel hat viele Menschen verunsichert. In Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, ist die Angst der Menschen gewachsen, an den neuen Chancen und Möglichkeiten nicht teilhaben zu können. Die Krise hat noch einmal die Notwendigkeit gezeigt, nun an vielen Stellen gesellschaftspolitische und ökonomische Veränderungen wirklich anzugehen.
Interview
Wie verändert die Krise unsere Welt?
Interview mit Zukunftsforscher Jerome C. Glenn
Der Zukunftsforscher Jerome C. Glenn lebt davon, Szenarien für unsere Welt von morgen zu entwerfen. Und da ist er zurzeit ein sehr gefragter Mann. Beim "Salzburger Trilog", der Mitte August 2009 stattgefunden hat, stellte der Washingtoner Futurologe seinen diesjährigen Zukunftsbericht in Europa vor. Er führte die Teilnehmer durch eine Zukunft, die im wesentlichen von 15 Herausforderungen geprägt sein wird, die er und seine Kollegen vom "Millenium Project" herauskristallisiert haben. Darunter Klimawandel, Armut, Bevölkerungswachstum, organisiertes Verbrechen, Krieg und Frieden. Das "Millenium Project" ist ein weltweiter Think Tank, der sich der Erkundung der Zukunft widmet. Für den jährlich erscheinenden Report werden hunderte Experten auf der ganzen Welt befragt.
Wir brauchen eine Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft
In einem Interview mit dem Westfalen-Blatt äußert sich Dr. Gunter Thielen zu den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise und plädiert für eine Renaissance der Sozialen Martkwirtschaft. Die Wirtschaft habe eine gesellschaftliche Verantwortung. Dazu zählten der Schutz von Klima und Umwelt ebenso wie die Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivvermögen. Schließlich sei die Bildung der Schlüssel zu einer größeren Chancengerechtigkeit. Für die Manager fordert Thielen eine angemessene Vergütung: Wer viel verdiene, müsse bei Misserfolgen auch mit Abzügen rechnen.
weiterUmfrage: Nachhaltigkeit, sozialer Zusammenhalt und Wertewandel als Folge der Wirtschaftskrise
In einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung zu den Folge der Wirtschaftskrise gibt jeder vierte Bundesbürger an, dass die Rolle der Familie, der Kinder oder die Beziehung zu den Eltern in den vergangenen Monaten für ihn an Stellenwert gewonnen hat. Für 20 Prozent sind stabile persönliche Beziehungen und Freundschaften wichtiger als vor der Krise und für 15 Prozent die eigene Ehe oder Partnerschaft. Gleichzeitig hat aber auch die Frage der materiellen Sicherheit an Bedeutung gewonnen. Über die Ergebnisse der Umfrage sprachen wir mit Dr. Gunter Thielen, dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung.
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"Wir denken schon an die Zeit nach der Krise"
Die Bertelsmann Stiftung arbeitet an einem Modell, wie Deutschland nach der Krise aussehen wird
Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, im Interview mit Karin Schlautmann, Leiterin der Kommunikation, über die Folgen der Wirtschaftskrise und die Arbeit der neuen Task Force der Bertelsmann Stiftung.
Nachrichten
Gütersloh - 27.12.2009
2010: Wendemarke oder tiefer in die Depression?
Die Deutschen blicken skeptisch in das Jahr 2010 und auch in die weitere Zukunft. Eine große Mehrheit hat nach dem Krisenjahr 2008/2009 ihr Vertrauen in zahlreiche Institutionen, Entscheider und Verantwortungsträger verloren. Inzwischen müssen ungefähr 70 Prozent der Bevölkerung als weitgehend resigniert eingeschätzt werden. Beinahe jeder Zweite wünscht sich dabei mittlerweile einen Systemwechsel in Bezug auf repräsentative Demokratie oder Marktwirtschaft. Dies ist das Ergebnis einer umfassend angelegten Studie der Bertelsmann Stiftung über das Vertrauen der deutschen Bevölkerung zum Ende des Jahres, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
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Gütersloh - 03.11.2009
Wirtschaftskrise verändert das Wertesystem der Bundesbürger
Die Wirtschaftskrise hinterlässt erste Spuren im mentalen Bewusstsein der Deutschen. Dies zeigt eine aktuelle demoskopische Befragung der Bertelsmann Stiftung. Danach sind persönliche Beziehungen, Ehe, Familie, Partner und Freunde für viele Menschen durch die Wirtschaftskrise wichtiger geworden. Auch die Suche nach Sinn und Orientierung wird intensiver. Gleichzeitig haben aber auch materielle Werte wie Einkommen, Wohlstand und Sicherheit an Stellenwert gewonnen. Eine sehr große Mehrheit der Deutschen wünscht sich als Konsequenz aus der Krise einen stärkeren Ausgleich zwischen Arm und Reich, mehr Solidarität von Alt und Jung oder die bessere Integration von Ausländern. Allerdings bezweifeln die meisten der Befragten, dass die Krise den sozialen Zusammenhalt tatsächlich befördern wird. Skeptisch zeigen sich die Bundesbürger auch, ob die Krise zu einem Umdenken bei den Unternehmen geführt hat. Nur jeder Dritte glaubt, dass sich die Wirtschaft zukünftig mehr an langfristiger Wohlstandssicherung als an kurzfristigen Gewinnen orientiert.
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Frankfurt - 10.09.2009
"Die Soziale Marktwirtschaft wird eine Renaissance erleben"
Die Bertelsmann Stiftung sieht die Gesellschaft durch die große Finanzkrise an einem Wendepunkt. Was kann getan werden, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen? Ihr Chef zieht Lehren.
weiterProjekte zum Thema
| Büro der Bertelsmann Stiftung in BrüsselDie Bundesländer im StandortwettbewerbGlobalisierung politisch gestaltenSalzburger Trilog 2009Salzburger Trilog 2010Sustainable Governance Indicators |
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Audio & Video
Interview Dr. Gunter Thielen zum Thema: Auf der Suche nach Sicherheit und Gerechtigkeit - Die Bundesbürger und die Wirtschaftskrise
größeres Format weitere Audios und VideosPublikation
change - Sonderheft 2009, Das Magazin der Bertelsmann Stiftung
Schon seit Monaten beschäftigt sich die Bertelsmann Stiftung intensiv mit den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Zustand der Gesellschaft. Mit unserem Sonderheft wollen wir einen Beitrag leisten, um eine grundlegende Debatte über die Zukunft unseres Landes zu beginnen.
weiterNeuerscheinung
Gesundheitspolitik in Industrieländern 13
Gesundheitspolitik in Krisenzeiten: Während Länder wie Estland ihre Gesundheitshaushalte drastisch zurückfahren, haben Österreich und die USA ihre Ausgaben ausgeweitet. Kann die Krise auch Auslöser für überfällige Reformen sein?
weiterDownloads
Aktuelle Konjunkturaussichten
Die Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten verbessert. Angesichts der überraschend positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im zweiten und dritten Quartal 2009 sowie der anziehenden Weltwirtschaft haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen im Herbst dieses Jahres angehoben. Dieses leichte Wachstum darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wirtschaftsleistung selbst bei diesen Zuwächsen immer noch unter dem Niveau des Jahres 2008 liegt.















