Projekte
Familie und Arbeitswelt
Familienpolitik rangiert auf der politischen Agenda weit vorne und gilt als Zukunftspolitik. Allerdings passen die Anforderungen von Arbeitswelt und die individuelle Lebensorientierung von Beschäftigten oft noch nicht zusammen. Erwartungen und Erfordernisse von Menschen und Unternehmen müssen daher aus beruflicher, familiärer und individueller Sicht zusammengebracht werden. Dazu ist eine realistische Architektur der Infrastruktur ebenso notwendig wie die Bereitschaft der Arbeitnehmer, eigene Initiativen in Work-Life-Balance Konzepte einzubringen.
Die Bertelsmann Stiftung will diese Prozesse unterstützen. Wir helfen Führungskräften in Unternehmen, wie sie sich zu Experten für eine familien- und work-life-balance-orientierte Personalpolitik qualifizieren können. Wir zeichnen einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für kreative und eigeninitiative innovative Lösungen in der Balance von Beruf, Familie und Privatleben aus. Stakeholder aus Wirtschaft, Verbänden, Kammern und Kommunen werden qualifiziert, ihrerseits regionale Informations-, Beratungs- und Weiterbildungsprogramme zu etablieren.
Wir unterstützen die Metropolregion Nürnberg bei ihrer Entwicklung zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion.
Projektpartner sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Wirtschaftsverbände, Kammern, der Arbeitskreis Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Initiative für Beschäftigung, sowie Familienbündnisse.
Projektlaufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2014
ProjektbeschreibungAktuelles
Berlin - 10.11.2010
Auszeichnung für familienfreundliche Unternehmen
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zusammen mit der Bertelsmann Stiftung Personalverantwortliche aus Unternehmen sowie Berater aus Kammern, Verbänden und Organisation zu sogenannten "Work-Life-Competence"-Experten qualifiziert. Diese stehen jetzt als Fachleute für Familienfreundlichkeit zur Verfügung.
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Nürnberg - 03.08.2010
Familienfreundlichste Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg gesucht
Die Europäische Metropolregion Nürnberg sucht im Rahmen des Unternehmenswettbewerbs "Mehrwert Familie 2010" von Mitte Juli bis Ende November dieses Jahres ihre familienfreundlichsten Unternehmen. Damit will sie dem Ziel, familienfreundlichste Wirtschaftsregion Deutschlands zu werden, ein Stück näherkommen.
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Güterlsoh - 18.05.2010
Sparen bei Bildung und Familien kann teuer werden
Den Sparvorschlägen des Hessischen Ministerpräsidenten Koch bei Betreuungsleistungen und der Bildung erteilt die "Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung" eine klare Absage. Würden sie realisiert, wäre vielen Frauen und Männern der Weg in eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zukünftig deutlich erschwert.
weiterProjektnachrichten
9.Tagung der Expertenkommission Familie
Viele feste Vorstellungen, die seit Jahrhunderten mit dem Begriff Familie verbunden werden, gelten heute nicht mehr uneingeschränkt. Vater- Mutter-Kinder, die klassische Familie gibt es noch, aber immer mehr andere Formen von Familie werden Realität.
Die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland liegt mittlerweile bei 2,6 Millionen. 1,6 Millionen von ihnen haben Kinder unter 18 Jahren.
Die Mehrzahl dieser Alleinerziehenden sind Frauen wie die Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung auf einem Treffen Ende Mai in Berlin feststellte, hätten viele von ihnen größte Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen weil sie einerseits in Vollzeit arbeiteten um ihren Lebensunterhalt ohne staatliche Unterstützung zu bestreiten und andererseits organisatorische Höchstleistungen vollbringen, um ihren Kindern gerecht werden zu können. Diejenigen, die wegen der Kinder nur Teilzeitstellen annehmen lebten oft nur von einem geringen Einkommen, hart an der Armutsgrenze.
In ihrem Impulsvortrag betonte Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Leiterin des Lehrstuhls Haushalts und Verbrauchsforschung am Institut für Wirtschaftslehre der Justus-Liebig Universität Gießen führt aus, dass der Status Alleinerziehend in den meisten Fällen durch Scheidung entsteht. In dieser neuen Situation ist nicht nur Trauer, Enttäuschung und Schmerz zu verarbeiten, sondern auch der gesamte Lebensalltag mit Kindern umorganisiert und allein bewältigt werden. Obwohl dies zu einer extrem hohen Belastung führt, geben dennoch die meisten Alleinerziehenden an, mit Ihrem Leben zufrieden zu sein.
Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass die Wirtschaft auf die meist hochmotivierten alleinerziehenden Mitarbeiter nicht verzichten kann. Oft seien sie gut ausgebildet, blieben aber aus organisatorischen Gründen dem Arbeitsmarkt fern. Schwierig sei die besonders starke körperliche und auch psychische Belastung, denen Alleinerziehende ausgesetzt sind - ein häufiger Grund am Arbeitsmarkt nicht teilnehmen zu können. Hier sei nach Ansicht der Kommission die Gesellschaft gefordert, zu unterstützen. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft müssten gemeinsam daran arbeiten, die Situation der Alleinerziehenden zu verbessern. Der Expertenkommission Familie gehören neben Liz Mohn unter anderem der Unternehmer Gerd Oliver Seidensticker sowie Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE, an. Mit ihnen diskutierten unter anderem Gäste wie Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin Brandenburg und Lisa Ortgies.
Fachveranstaltung zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Was tun, wenn plötzlich ein Mitarbeiter ausfällt oder Stunden reduzieren muss, um einen Angehörigen zu pflegen? In etwa zehn Jahren werden die zu pflegenden Personen die Anzahl der zu betreuenden Kindergartenkinder überstiegen haben. Da zwei Drittel der berufstätigen Deutschen ihre Angehörigen so weit wie möglich selbst betreuen möchten, wird dies früher oder später für Sie als Arbeitgeber ein drängendes Thema sein. Wie Sie sich für den Ernstfall "wenn Mitarbeiter pflegen" vorbereiten können, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen Sie beachten müssen und wie Sie den Folgen einer Überlastung Ihres Personals und gegebenenfalls dem Verlust von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegenwirken können, wollten wir Ihnen mit unserer Fachveranstaltung aufzeigen.
weiter Film zur Veranstaltung "Wenn Mitarbeiter pflegen"Fachleute für Familienfreundlichkeit überzeugen die Jury
Ein ausgezeichnetes Projekt: Die "work-life-competence"-Initiative der Bertelsmann Stiftung gehört zu den 365 Preisträgern beim diesjährigen Wettbewerb "Land der Ideen". Damit zählt das Qualifizierungsprogramm zu den "ausgewählten Orten 2011", die das Innovationspotenzial Deutschlands repräsentieren. Bei einer Netzwerkveranstaltung zum "work-life-competence"-Projekt am 11. Oktober in Berlin soll der Preis verliehen werden.
weiter8. Tagung der Expertenkommission Familie
Mit ihrem Lebensstil und ihrem Wertekanon unterscheiden sich die in Deutschland wohnenden Migranten inzwischen kaum noch von Menschen ohne Migrationshintergrund: Diese Auffassung vertraten die Mitglieder der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung auf einem Treffen in Berlin, das von Liz Mohn geleitet wurde. Über diesen Sachverhalt zu informieren sehen die Mitglieder der Kommission - erst recht nach den populistischen Äußerungen Thilo Sarrazins - als eine der wichtigsten Aufgaben von Politik und Gesellschaft an.
weiterNeues aus dem Projekt
Work-Life-Balance-orientiertes Personalmanagement
Führungskräfte und Personalverantwortliche aus Unternehmen in ganz Deutschland sind eingeladen, sich zu Experten für die Entwicklung und Etablierung passgenaue Work-Life-Balance Konzepte ausbilden zu lassen. Die Bertelsmann Stiftung und das Bundesfamilienministerium geben, aufbauend auf einem erfolgreichen NRW-Pilotprojekt, 20 Teilnehmern die Möglichkeit im Rahmen eines modularen Lernprogramms Wissen und Praxis zum größtmöglichen eigenen und betrieblichen Nutzen zu verbinden.
weiterMentoren unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Familienorientierung und Wirtschaftlichkeit sind keine unüberwindbaren Hürden für Betriebe. Dort wo sie zu hoch sind, können Mentoren helfen, Wege entwickeln, für Unternehmen und Mitarbeiter, unter Berücksichtigung betrieblicher Belange, dynamische Modelle zur Vereinbarkeit zu gestalten. Ein Praxisleitfaden der Bertelsmann Stiftung zeigt, wie Unternehmen dies bereits erreicht haben und andere es noch erreichen können.
weiterWirtschafts- und Arbeitsminister Jurk startet 2. Landeswettbewerb SAXplus
"Familienfreundlichkeit hat auch in Sachsen immer Konjunktur"
Bereits zum zweiten Mal wird der Freistaat Sachsen kleine und mittelständische sächsische Unternehmen auszeichnen, bei denen Familienfreundlichkeit über gesetzliche oder tarifliche Regelungen hinaus geht. 22 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen haben sich mit ihren Konzepten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf um den Staatspreis SAXplus Pro Familie Top Unternehmen beworben. Angesichts der für viele Unternehmen gegenwärtig sicher nicht ganz einfachen Lage überrascht die breite Resonanz. Die Bewerber zeigen, dass Familienfreundlichkeit ein entscheidender Faktor für nachhaltigen Erfolg ist, denn Familienfreundlichkeit und unternehmerischer Erfolg sind kein Widerspruch.
Nach der formalen Prüfung der eingegangenen Bewerbungen wird eine neunköpfige, hochkarätig besetzte Jury im April über die Preisträger in drei Unternehmensgrößenkategorien entscheiden. Die besten Strategien und Konzepte werden nicht nur ausgezeichnet, sondern auch öffentlich gemacht, um damit möglichst vielen Unternehmen wertvolle Anregungen zu geben."
Wettbewerb SAXplus
Weiterführende Themen und Projekte
Ansprechpartner
Projektteam: Balance von Familie und Arbeitswelt
Susanne Kreft Alexandra Schmied Jacqueline Turowsky Barbara von Würzen Birgit Wintermann















