Wo bleibt Europas strategische Antwort?
Wenige Monate vor dem Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft 2007 stellen sich den Gestaltern der europäischen Politik existenzielle Schlüsselfragen: Welche politische Ordnung wird Europa finden, nachdem die Verfassung unsicherer denn je erscheint? Welche räumliche Ausdehnung werden die Europäer, die sich von den Kräften der Globalisierung bedrängt sehen, zulassen? Wie werden sich die Kräfte im globalen Umfeld der EU entwickeln, wie kann die EU die Beziehungen mit den großen Weltakteuren gestalten, und wie wird sie sich den Herausforderungen an ihre Sicherheit stellen?
Am 22./23. September 2006 veranstaltet die Bertelsmann Stiftung im Auswärtigen Amt in Berlin das X. International Bertelsmann Forum (IBF). Hier werden Antworten auf diese brennenden Fragen diskutiert. Teilnehmer des Forum sind 160 hochrangige Vertreter der internationalen Politik, der Diplomatie, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Medien, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie verantwortliche Minister und Funktionsträger.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso, der französische Premierminister Dominique de Villepin, der belgische Premierminister Guy Verhofstadt und der ungarische Premierminister Ferenc Gyurcsány werden ihre politischen Entwürfe zur Zukunft der Europäischen Union mit den Teilnehmern diskutieren.
In Diskussionsforen beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Zukunft des Balkan und der Schwarzmeerregion, mit Osteuropa, das im Spannungsfeld von neuer Macht und alter Ordnung steht, und mit der Frage, ob die Strategien des Westens im Nahen und Mittleren Osten für die Zukunft tragfähig sind. Daneben werden Themen wie Migration und Integration in Europa sowie die Frage der Beziehungen zu China und Indien besprochen. Der zweite Konferenzschwerpunkt widmet sich den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Welt. Hier werden Verteidigungsminister Franz Josef Jung und sein polnischer Amtskollege Radoslaw Sikorski diskutieren.
Am Ende der Konferenz wird Henry Kissinger in einem Resumée den Aufstieg der neuen Weltmächte analysieren und die Alternativen auf der Suche nach weltpolitischer Balance aufzeigen.
Als Grundlage und Impuls für die Diskussionen des IBF hat die Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) ein Strategiepapier erarbeitet.
Alle Diskussionen des IBF werden für Beobachter und Interessenten transparent sein und können live verfolgt werden. Dazu bietet die Bertelsmann Stiftung von allen Plenardebatten und Foren einen Livestream, der über das Internet empfangen werden kann.
Darüber hinaus sind auf diesen Seiten fortlaufend aktuelle journalistische Kurzzusammenfassungen zusammengestellt, die Beiträge der Hauptreferenten sowie zahlreiche weitere Informationsangebote zu Teilnehmern, Programm, Projekten und Publikationen der Bertelsmann Stiftung zu dieser Konferenz und ihren inhaltlichen Schwerpunkten bieten.
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