Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 Hauptnavigation; Accesskey: 3 Servicenavigation; Accesskey: 4
Platzhalterbild

Projekte

Viele Menschen überqueren einen Zebrastreifen

Cities of Tomorrow

Cities of Tomorrow

International Network for Better Local Government

Seit Anfang der 1990er Jahre unterstützt die Bertelsmann Stiftung die Modernisierung von Kommunalverwaltungen in Deutschland und in internationalen Netzwerken. Das internationale Städtenetzwerk »Cities of Tomorrow« wurde nach Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises 1993 für »Demokratie und Effizienz in der Kommunalverwaltung« von der Bertelsmann Stiftung gegründet. Die Städte Phoenix, USA, und Christchurch, Neuseeland, wurden mit dem Carl Bertelsmann-Preis ausgezeichnet. Die Mitglieder des Netzwerkes waren, abgesehen von der Bertelsmann Stiftung als zentraler lenkender Einheit, Städte in Europa, Skandinavien, in den USA, in Kanada, Neuseeland und Japan sowie einzelne Wissenschaftler und Vertreter kommunaler Verbände. Während es sich anfangs um ein geschlossenes Netzwerk handelte, das sich ausschließlich aus den für den Carl Bertelsmann-Preis 1993 nominierten Städten rekrutierte, wurden insbesondere 1997/1998 sowie 2000/2001 themenspezifisch weitere Städte und Wissenschaftler einbezogen. Die Netzwerkstädte wurden von einigen der am stärksten reformorientierten Kommunalverwaltungen der Welt administriert oder hatten sich in einem bestimmten Politikfeld hervorgetan. Das Ziel des Netzwerks war es, den Reformprozess in Kommunen weltweit voranzutreiben, um Demokratie und Effizienz in Kommunen zu fördern und gute internationale Praxisbeispiele in Deutschland zu verbreiten.

Die Themen des ersten Arbeitszyklus (1995 – 1996) waren Qualitätsmanagement, strategische Planung, alternative Dienstleistungserbringung, Personalentwicklung, Bürgerbeteiligung und Wettbewerb und wurden zunächst isoliert voneinander bearbeitet bzw. dokumentiert. Eine netzwerkinterne Evaluation verdeutlichte, dass die teilnehmenden Städte genauso wie die Bertelsmann Stiftung den Mehrwert des Netzwerks durch Fokussierung auf weniger Themen und durch intensive Zusammenarbeit in kleineren Gruppen steigern wollten.

Deswegen befassten sich im zweiten Arbeitszyklus (1996 – 1997) die Mitglieder des Netzwerks mit nunmehr vier Themen: Change Management, strategisches Informationsmanagement, multiethnische Gesellschaft und Integration sowie lokale wirtschaftliche Entwicklung.

Im dritten Arbeitszyklus (1998 – 2000) verbesserte und intensivierte man die Netzwerkarbeit noch einmal, indem drei Politikfelder unter dem methodischen Dach strategischen Managements aufgegriffen wurden: Beschäftigungsförderung sowie Kinder und Jugendliche, demografischer Wandel und Senioren in der Stadt. Die Federführung der drei Arbeitsgruppen übernahm je eine Stadt, die jeweils von einem Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung unterstützt wurde. Die Anwendung strategischer Managementansätze wurde durch die Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes im Gesamtnetzwerk ergänzt.

In den letzten Jahren des Netzwerks (2001 – 2003) baute man auf den Errungenschaften der binnenorientierten Verwaltungsmodernisierung auf und verband diese mit neuen Prozessen der politischen Steuerung und des Strategischen Managements auf lokaler Ebene. Sie fand in einem loseren Netzwerkverbund statt und bezog weitere zusätzliche Städte ein. Das Netzwerk kam Ende 2000 überein, seine Themen auf die Lebensqualität der Bürger und damit auf die Wirkung lokalen Handelns auszurichten. Diese Wirkung sollte mit Indikatoren zur Lebensqualität gemessen, und die so generierten Daten für die strategische Steuerung durch Rat und Verwaltungsspitze genutzt werden. Die Publikation der internationalen Recherche zur Nutzung solcher Indikatoren in Kommunen verdeutlicht mit ihrem Titel, dass es hier um politisches Handeln geht, das »Beyond Statistics«, jenseits der Auswertung von Daten liegt. Um Lebensqualität zu erzielen, ist außerdem eine Art des »Regierens« notwendig, die mit dem Begriff »Good Governance« zusammengefasst werden kann und die Notwendigkeit ausdrückt, mit lokalen Partnern, anderen öffentlichen Institutionen, Unternehmen und Organisationen des Dritten Sektors zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Ziele für die Entwicklung des Gemeinwesens umzusetzen. Ein normativer Katalog von Good Governance Kriterien für Kommunen schloss die Arbeiten des Projekts im Jahr 2003 ab.

Des Weiteren wurden in den letzten Jahren des Netzwerks akute kommunale Problemlagen aufgegriffen und in so genannten Experten-Workshops mit Praktikern und Wissenschaftlern erörtert und soweit möglich mit Vorschlägen für die Praxis abgeschlossen. Im Jahr 2001 wurden die Themen »Virtuelles Rathaus«, »Gewährleisterkommune«, »Strategien der Integration« sowie »Lebensqualitätsindikatoren« bearbeitet. 2002 nahm die Bertelsmann Stiftung das Thema der Gemeindefinanzreform in Deutschland auf, um die fiskalische Debatte insbesondere durch internationalen Input voranzubringen. Dies mündete 2003 in der Veröffentlichung von Vorschlägen für die Gemeindefinanzreform in Deutschland. Zum Abschluss des Projekts wurde im Oktober 2003 der letzte Experten-Workshop zum Thema Participative Democracy durchgeführt, der die Grenzen der kommunalen Ebene weit überschritt und die zukünftigen verfassten und nicht verfassten Formen demokratischer Partizipation für Deutschland erörterte – unter Hinzuziehung schweizerischer, britischer, skandinavischer und US-amerikanischer Expertise.


Ansprechpartner
Porträt von Oliver Haubner Oliver Haubner
Telefon:
+49 5241 81-81119
Drucken Senden Bookmark

SEITE SENDEN:

SEITE SENDEN

Vielen Dank für die Weiterempfehlung! Die Email wurde versendet.

 |  Die Stiftung |  Reinhard Mohn |  Politik |  Gesellschaft |  Wirtschaft |  Bildung |  Gesundheit |  Kultur |  Presse |  Verlag |  Service |  Projekte | 
 |  English  |  Karriere  |  Kontakt  |  Sitemap  |  Suche  |  Impressum  |  Datenschutz  |