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Gütersloh, 05.11.2009

Boxweltmeisterin Ina Menzer trainiert mit Schülern der Bonifatiusschule in Menden

Boxweltmeisterin Ina Menzer (r.) boxt mit Schülern der Bonifatiusschule in Menden.
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Boxweltmeisterin Ina Menzer (r.) boxt mit Schülern der Bonifatiusschule in Menden.
Fotograf: Frank Saul

Blaue Augen und blutige Nasen gab es an der Bonifatiusschule in Menden nicht, dafür aber harte Trainingseinheiten und viele gute Tipps zum Thema Boxen: Die dreifache Boxweltmeisterin Ina Menzer war zu Gast. Als Botschafterin des Integrationswettbewerbes "Alle Kids sind VIPs" der Bertelsmann Stiftung verbrachte sie einen Nachmittag mit den Schülern. Sie zeigte, dass gutes Boxtraining gleichzeitig optimales Fitnesstraining ist, und erzählte aus ihrem Leben als Profiboxerin. Am Ende gab's einen kleinen Showkampf gegen einen Schüler, der Mitglied im Boxverein ist und wie Ina Menzer aus Russland kommt.

Ina Menzer, die erst vor kurzem ihren Weltmeister-Titel im Federgewicht verteidigt hat, engagiert sich bei dem Wettbewerb "Alle Kids sind VIPs" aus eigener Erfahrung. Die 28-Jährige kennt die Schwierigkeiten von Migrantenkindern: "Ich weiß wie es ist, sich durchboxen zu müssen und stark zu sein. Als ich mit zehn Jahren mit meiner Familie aus Kasachstan nach Mönchengladbach kam, konnte ich kein Wort deutsch. Nur mit Fleiß und Disziplin habe ich es soweit gebracht. Diesen Ehrgeiz und diese Zielstrebigkeit möchte ich gerne mit Hilfe der Philosophie des Boxens an die Kinder weitergeben!"

Mit ihrem Wettbewerb "Alle Kids sind VIPs" hatte die Bertelsmann Stiftung Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zwölf eingeladen, sich mit vorbildlichen Projekten für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien an ihrer Schule einzusetzen. Die bundesweite Schulaktion wurde mit der Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises 2008 zum Thema "Integration braucht faire Bildungschancen" ins Leben gerufen.

Die Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse der Bonifatiusschule gehören mit ihrem Projekt zu den Gewinnern dieses Wettbewerbes, an dem über 100 Schulen teilnahmen. Sie hatten für den benachbarten St.-Marien-Kindergarten in Menden ein Sportfest gestaltet. Dabei konnten insbesondere die Schüler mit Migrationshintergrund ihre Deutschkenntnisse spielerisch und in ungezwungener Atmosphäre verbessern.


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