1977 - 1979
Errichtung der Bertelsmann Stiftung
"In einer Demokratie muss der Staat auf die Initiative und Einsatzbereitschaft seiner Bürger zählen können." Gemäß dieser Überzeugung errichtet Reinhard Mohn am 8. Februar 1977 die gemeinnützige Bertelsmann Stiftung, die am 14. März 1977 vom nordrhein-westfälischen Innenminister genehmigt wird. Gesellschafts- und unternehmenspolitische Überlegungen spielen dabei eine gleichberechtigte Rolle. Zum einen setzt die Stiftung das gesellschaftspolitische, kulturelle und soziale Engagement der Inhaberfamilien Bertelsmann und Mohn in institutionalisierter Form fort, zum anderen soll sie die Unternehmenskontinuität sichern. Deshalb macht Reinhard Mohn die gemeinnützige Stiftung zur Mehrheits-Eigentümerin der Bertelsmann AG. Förderungsschwerpunkte sind zunächst die Bereiche Führungstechniken in Wirtschaft und Staat, Medien, Kultur, Bildung sowie das Sozial- und Gesundheitswesen.
Aktivitäten im Medien- und Bibliotheksbereich
Die Bertelsmann Stiftung beginnt mit ersten Initiativen im Bereich der Kommunikations- und Leseforschung. Bereits 1977 zählt Reinhard Mohn zu den Mitbegründern der Deutschen Lesegesellschaft, die sich als gemeinnütziger Verein der Buch- und Leseförderung in bundesweiten Projekten widmet. 1978 erscheint im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die erste Veröffentlichung "Kommunikationsverhalten und Buch". Außerdem werden bereits erste Konzeptionen und Planungen zur Errichtung einer neuen Gütersloher Stadtbibliothek ins Auge gefasst.
Erster Geschäftsführer
Angesichts der wachsenden Zahl von Aktivitäten wird in der Bertelsmann Stiftung zum 1. Januar 1979 eine Geschäftsführung eingerichtet. Erster Geschäftsführer ist bis 30. September 1990 Dr. Hans-Dieter Weger (gest. 2004). Seine Büroräume befinden sich zunächst in einem Zweifamilienhaus in der Carl-Miele-Straße 198.
















