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Gütersloh, 25.10.2009

Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN - eine Erfolgsgeschichte

Liz Mohn und Kammersänger Francisco Araiza, Kommissarischer Leiter der Jury, mit den Erstplatzierten der NEUEN STIMMEN im Jahr 2007: Marina Rebeka, 1. Platz, Fernando Javier Radó, 2 . Platz, und Diego Torre, 3. Platz.
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Liz Mohn (Mitte) und Kammersänger Francisco Araiza, Kommissarischer Leiter der Jury (l.), mit den Erstplatzierten der NEUEN STIMMEN im Jahr 2007: Marina Rebeka, 1. Platz, Fernando Javier Radó, 2 . Platz, und Diego Torre, 3. Platz, (v. l.).
Fotograf: Sascha Kreklau

Rot steht ihr gut. Lange braune Haare, große Augen, ein wallendes rotes Kleid und eine kraftvolle Stimme. Gemeint ist die 28-jährige Sopranistin Marina Rebeka aus Lettland, die Gewinnerin des internationalen Gesangswettbewerbs NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung. Mehr als 1.100 Nachwuchstalente aus 66 Ländern hatten sich 2007 beworben. Doch sie konnte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme überzeugen und nahm den mit 15.000 Euro dotierten Preis mit nach Hause. In der letzten Oktoberwoche dieses Jahres ist es wieder soweit: 41 Talente aus aller Welt – 20 Sänger und 21 Sängerinnen – konkurrieren in Gütersloh um die Nachfolge Marina Rebekas.

Für Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung und Präsidentin der NEUEN STIMMEN, sind Klassik und Oper unverzichtbar. Musik ist für sie mehr als nur Gesang – sie verbindet Menschen, sie verzaubert und ist eine Brücke zwischen Kulturen, Religionen und Völkern.

Über 20 Jahre ist es her, dass Liz Mohn, Dirigent Herbert von Karajan und August Everding, damals Generalintendant des Bayrischen Staatstheaters in München, den Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN ins Leben riefen. Mit einem europäischen Sängerwettstreit sollte dem mangelnden Sängernachwuchs im Operfach begegnet werden. Nachwuchstalente zu fördern und den Teilnehmern zu einer internationalen Karriere zu verhelfen ist seitdem das Ziel der NEUEN STIMMEN.

Seit dem ersten Wettbewerb im Jahre 1987 ist die Zahl der Bewerber rapide angestiegen. Waren es vor Ende des Kalten Krieges vorrangig Künstler aus Europa, die sich für die NEUEN STIMMEN bewarben, sind es heute Sänger und Sängerinnen aus allen Teilen der Welt, ob Asien, den USA oder Ländern des ehemaligen Ostblocks. Vorauswahlen finden für gewöhnlich von Mai bis August statt: in Berlin, Buenos Aires, Chicago, Moskau, Kapstadt, Peking, Wien und vielen anderen Metropolen. Allein in diesem Jahr bewarben sich mehr als 1.100 Talente, 900 stellten sich schließlich der Jury.

August Everding zählte lange Jahre zur Jury, ebenso wie der Intendant der Tiroler Festspiele Erl und Direktor der Accademia di Montegral, Gustav Kuhn, der die NEUEN STIMMEN in den vergangenen 20 Jahren begleitete. Brian Dickie, Leiter der Vorauswahlen, bereiste seit seiner Berufung im Jahre 1999 mehr als 80 Städte und hörte rund 4.400 Stimmen. Unter den Preisträgern finden sich mittlerweile national und international bekannte Künstler wie die französische Kontra-Altistin Nathalie Stutzmann, die den ersten Wettbewerb für sich entscheiden konnte, Vesselina Kasarova, Roman Trekel, Anna Samuil, Christiane Karg und Dietrich Henschel.

In diesem Jahr haben sich aus 23 internationalen Vorauswahlen 41 Teilnehmer für den 13. Gesangswettbewerb qualifiziert: junge Opernsänger und Opernsängerinnen mit herausragendem technischen Können, Ausstrahlung, Bühnenpräsenz und einer außergewöhnlichen Stimmqualität. Unter dem Juryvorsitz von Dominique Meyer, derzeit Direktor des Théâtre des Champs Élysées und designierter Intendant der Wiener Staatsoper, findet die Endrunde der NEUEN STIMMEN vom 25. bis zum 31. Oktober 2009 in Gütersloh statt.


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