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Gütersloh/Berlin, 02.02.2012

Altbundeskanzler Schmidt: China besser verstehen lernen

Professor Gu Xuewu, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Moderator Frank Sieren
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Diskussionsrunde: v. l. n. r.: Prof. Gu Xuewu, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Moderator Frank Sieren
Quelle: Marc Darchinger

Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Prof. Dr. Gu Xuewu, Direktor des Center for Global Studies an der Universität Bonn, diskutierten am 31. Januar 2012 im Berliner Allianz Forum zum Thema "Wandel durch Annäherung: Der Aufstieg Chinas verändert die Welt - wie gehen wir in Europa damit um?". Bertelsmann Stiftung, Robert-Bosch Stiftung und Körber-Stiftung richteten die Veranstaltung aus, China-Korrespondent und Buchautor Frank Sieren moderierte.

Im Mittelpunkt standen die Themen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und China,  gegenseitiger Umgang, innerchinesische Stabilität und Rolle der Volksrepublik in der Welt. Die Partner waren sich einig: Ablehnung, Arroganz und Dauerkritik sind in der Chinapolitik keine guten Ratgeber. Helmut Schmidt: "Die Deutschen sollen sich nicht einbilden, dass es auf ihren Einfluss ankommt. Die Deutschen haben keine große Tradition in Sachen parlamentarische Demokratie. Wieso sollte also ausgerechnet Deutschland den Chinesen beibringen, wie man Demokratie macht?"

Die Europäer sollten vielmehr den Blick auf die Chancen richten, die im Aufstieg Chinas liegen, so der Altbundeskanzler weiter. "Betriebsräte großer deutscher Industriefirmen haben längst begriffen, dass ein Teil ihrer Arbeitnehmer Lohn und Brot hat, weil ein Teil ihrer Erzeugnisse nach China verkauft werden. Auf der anderen Seite gibt es auch die Besorgnis vor China, vor lohn- und kostengünstigeren Produkten, die aus China kommen und die ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland möglicherweise vom Markt verdrängen." Die Rolle Chinas wachse von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, so Schmidt. Dennoch müsse uns das Land keine Angst machen.

Der Altbundeskanzler verwies auf die Geschichte: Ganz anders als die europäischen Staaten und Amerika hätte China niemals versucht, in anderen Erdteilen Kolonien zu erobern. "Diejenigen, die Angst vor China verbreiten, sollten sich die Geschichte ihres eigenen Kolonialismus zu Gemüte führen. Sie schließen in Wirklichkeit von sich auf andere. Sie schließen von der eigenen Geschichte auf die chinesische Zukunft, und es spricht nichts dafür, dass sie Recht haben."
Das nächste Thema der Dialogreihe lautet "Wachstum ohne Grenzen? Chinas Aufstieg in der Weltwirtschaft"und findet im März in Hamburg statt.

Weitere Informationen zur Dialogreihe Magnet China sowie den Audiomitschnitt des Gespräches mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Prof. Dr. Gu Xuewu finden Sie hier.


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