Globale Visionen - Sprechen wir eine gemeinsame Sprache?
"Globale Vision heisst für mich, eine Welt zu schaffen, die für alle Sinn macht." (J. C. Glenn, The Millennium Project)
"Wenn wir nicht zu einer gemeinsamen Sprache finden, wird die Welt im Chaos versinken." Mit dieser Einschätzung und konkreten Vorschlägen zur Förderung von globalem Bewusstsein, zur Erweiterung und Reform bestehender multilateraler Organisationen sowie verbesserter Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen und nachwachsender Generationen an globalen Gestaltungsaufgaben fasste Dr. Wolfgang Schüssel den siebten Salzburger Trilog, ein internationales Kolloquium im Rahmen der Salzburger Festspiele, zusammen. Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, und die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik hatten vom 14. bis 16. August dazu 34 Persönlichkeiten aus 18 Ländern und sechs Kontinenten eingeladen.
Unter dem Thema "Globale Visionen - Sprechen wir eine gemeinsame Sprache?" diskutierten Vertreter globaler Initiativen, Künstler, sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Perspektiven der Weltgesellschaft angesichts drängender und einander verstärkender globaler Herausforderungen. Zu den internationalen Teilnehmern gehörten unter anderem die Handelsministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, I.H. Sheikha Lubna Al Qasimi, die frühere kanadische Ministerpräsidentin, Kim Campbell, die Initiatorin des Weltzukunftsrates, Bianca Jagger, der Präsident des Club of Rome, Ashok Khosla, der Zukunftsforscher Jerome C. Glenn, sowie der Stifter des "Forum für Verantwortung", Dr. Klaus Wiegandt.
Stellungnahmen der Teilnehmer
Liz Mohn, Stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung
Nie war es wichtiger als heute, dass Menschen, Länder und Völker über alle kulturellen Grenzen hinweg miteinander kooperieren. Je früher wir uns auf die grundlegenden Werte und Regeln für das Zusammen-leben in der globalisierten Welt verständigen, desto größer sind die Chancen für uns alle!
Ketan Patel, Autor des Buches ''The Master Strategist''
Die Gefahr ist gross, dass die Menschheit in eine Art Urzustand zurückfällt, in der das Sichern des eigenen Überlebens an oberster Stelle steht. Es wird mächtiger politische Entscheidungsträger bedürfen, damit dieser "Kampf" sich nicht völlig von den wichtigsten Werten der Menschheit, von Toleranz, des Teilens und des Mitgefühls entkoppelt. Die Frage lautet: Wer sind diese Führungspersönlichkeiten? Können Sie bitte hervortreten, damit wir auf sie bauen dürfen? Die einfachste Antwort wäre: Wir sind es, wir müssen vorangehen und auf uns muss man sich verlassen können.
Bianca Jagger, Welt Zukunfts Forum
Wenn wir in einer Welt leben möchten, die wir stolz an zukünftige Generationen weitergeben können, müssen wir eine kopernikanische Wende in unserem Weltbild vollziehen. Jeder Einzelne muss bereit sein, sofort eine grundlegende und fortdauernde Veränderung seiner Lebensweise herbeizuführen. Dabei geht es nicht um uns selbst oder das Verfolgen einer persönlichen Agenda, vielmehr geht es um eine ganzheitliche Veränderung unserer Weltsicht und der Art und Weise wie wir uns selbst sehen.
Nachrichten
Salzburg/Gütersloh - 14.08.2008
Salzburger Trilog 2008 - Kulturelle Grundlagen und Zukunft der Globalisierung
Die Bertelsmann Stiftung veranstaltet vom 14. bis 16. August 2008 in Kooperation mit dem österreichischen Außenministerium den siebten Salzburger Trilog. Moderator Dr. Wolfgang Schüssel, die österreichische Außenministerin Dr. Ursula Plassnik und Liz Mohn, stellvertretnede Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, versammeln in diesem Jahr Vertreter globaler Initiativen, Künstler sowie Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um die Perspektiven der Weltgesellschaft zu diskutieren.
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Ansprechpartner
Kooperationspartner
Österreichisches Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Salzburger Festspiele
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