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Gütersloh, 20.02.2012

Frauen in der Spitze machen Unternehmen erfolgreicher

Personalvorstand Thomas Sattelberger von der Deutschen Telekom über Selbstverpflichtung und Quotendiskussion

Die Personen Liz Mohn und Thomas Sattelbeger.
(v.l.n.r) Liz Mohn, Thomas Sattelberger
Foto: Jan Voth

Vor fast zwei Jahren beschloss der Deutsche Telekom Vorstand, als erstes DAX 30 Unternehmen in Deutschland, bis Ende 2015 weltweit mindestens 30 Prozent des Top-Managements mit Frauen zu besetzen. Am Montag zog Personalvorstand Thomas Sattelberger auf einer Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung Bilanz. Grundsätzlich mache Vielfalt Unternehmen „wetterfester“.

Frauen in der Führung seien ein wichtiges Fundament dafür. Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn warnte aber davor, die Förderung von Frauen im Beruf vor allem mit dem Fachkräftemangel zu begründen. „Für mich verbindet sich damit vordringlich die Frage von Chancengerechtigkeit, Selbstbestimmtheit, Sinnstiftung und Motivation im Leben der Frauen“, so Liz Mohn. Der geschäftlicher Erfolg von Unternehmen sei in komplementär zusammengesetzten Führungsebenen größer, sagte Sattelberger.

Auch die Investoren legten heute mehr Wert auf Diversity im Management. Bremser dieses Prozesses seien oft geschlossene Systeme in den Unternehmen. Diese „Old Boys Networks“ erstickten nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, jede soziale Durchlässigkeit im Keim. Die Suche nach weiblichen Kandidaten für Aufsichtsräte ende dann meist mit dem Satz: „Wir haben intensiv nach Frauen gesucht, aber es gibt keine“. Trotzdem seien sie zu finden, aber die Sichtbarkeit der Managerinnen in dem überwiegend männlich dominierten Umfeld fehle.

Die Wahrnehmung der Zuständigen sei meist selektiv wie in einem Tunnel. Wenn mittelfristig die Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht greife, müsse eine gesetzliche Quote her. In Deutschland gebe es mindestens drei Quoten: Erstens, in der Welt der Politik, eine Quote weiblicher Politiker, zweitens in der Welt der Wirtschaft eine unausgesprochene, aber bezifferbare subtile Männerquote und drittens, in der Welt der Familie die Frauenquote. "Heute - fast zwei Jahre nach unserem Vorstandsentscheid für eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Frauenquote - zeigt sich, dass dieser  Wurf inzwischen für große Wellen in der Deutschen Telekom und in der gesellschaftlichen Debatte gesorgt hat“, so Sattelberger.


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Porträt von Martin Spilker Martin Spilker
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