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Projekte

Fünf Jugendliche in einer Reihe

Übergänge mit System

Betriebsnahe Ausbildung

Zielgruppen
Öffentlich geförderte, betriebsnahe Ausbildungsplätze sollen aus Sicht von „Übergänge mit System“ vor allem zwei Gruppen von Jugendlichen angeboten werden. Zum einen denjenigen Schulabsolventen, die aufgrund der Ausbildungsmarktsituation keinen Platz finden, aber die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten mitbringen (sog. Marktbenachteiligte). Zum anderen denen, die trotz eines punktuellen Förderbedarfs die Bereitschaft und Voraussetzungen dafür mitbringen, mit entsprechender Unterstützung und evtl. einer verlängerten Ausbildungsdauer eine Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Vorrang der dualen Ausbildung
Durch öffentlich geförderte, betriebsnahe Ausbildung sollen keine regulären Ausbildungsplätze verdrängt werden. Die duale Ausbildung bleibt der "Königsweg" und ein Übergang von der betriebsnahen in die duale Ausbildung soll jederzeit möglich sein. Die Vergütung sowohl der Jugendlichen als auch der Anbieter der betriebsnahen Ausbildung soll so gestaltet sein, dass ein Übergang in die duale Ausbildung für beide Seiten lohnend ist. Generell gilt das Prinzip: Die duale Ausbildung hat Vorrang!

Kernmerkmale
Betriebsnahe Ausbildung kann an unterschiedlichen Lernorten (Schule, Träger, Betrieb) erfolgen. Unabhängig von der konkreten Form sind folgende Merkmale aus Sicht von „Übergänge mit System“ entscheidend:

  • Die Ausbildung erfolgt entsprechend den Ordnungsgrundlagen eines anerkannten Ausbildungsberufs nach BBiG/HwO.
  • Die Ausbildung schließt mit der Prüfung vor der zuständigen Stelle ab.
  • Eine betriebliche Ausbildung wird möglichst authentisch widergespiegelt, z. B. durch ganztägige Ausbildung, Vorgesetzte, erwartete Disziplin und herausfordernde Aufgaben im betrieblichen Wertschöpfungsprozess. Betriebliche Ausbildungsphasen sind in die Ausbildung integriert.
  • Haben Jugendliche punktuellen Förderbedarf, werden angemessene Formen der Individualisierung im Ausbildungsverlauf umgesetzt.
  • Der Übergang in die duale Ausbildung wird angestrebt und proaktiv gefördert. Bei einem solchen Übergang sollten die bis dahin erbrachten Ausbildungsleistungen angerechnet werden und zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit führen.

Um den Übergang in eine duale Ausbildung zu erleichtern, sollte die betriebsnahe Ausbildung außerdem in eine überschaubare Anzahl von Ausbildungsbausteinen gegliedert sein, die nach dem Erwerb der jeweiligen Kompetenzen zertifiziert werden. Auf diese Weise lassen sich bereits erworbene Kompetenzen leichter anrechnen.

Die Initiative „Übergänge mit System“ tritt für eine Ausbildungsgarantie ein. Das bedeutet, dass öffentlich geförderte, betriebsnahe Ausbildungsplätze in ausreichender Zahl angeboten werden, sodass jedem ausbildungsreifen Jugendlichen der Weg zu einem qualifizierten Berufsabschluss offensteht.

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Ansprechpartner
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Publikation
Übergänge mit System

Übergänge mit System

Eine Initiative von Bertelsmann Stiftung, acht Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit.

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