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Berlin/Gütersloh, 12.04.2011

Erleichterung beim Übergang von der Schule in den Beruf

Initiative „Übergänge mit System“ präsentiert neues Konzept

Dr. Jörg Dräger bei der Fachtagung
„Wir brauchen mehr öffentlich geförderte Ausbildungsplätze“, fordert Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.
Fotograf: Frank Nürnberger

Die Vielfalt an Übergangsmaßnahmen abbauen und ein System etablieren, das Jugendliche zielgerichtet in eine Ausbildung führt, das hat sich die Initiative „Übergänge mit System“ zum Ziel gesetzt. 14 Ministerien aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein sowie die Bundesagentur für Arbeit haben dieses Reformpapier gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung erarbeitet.

Vertreter der beteiligten Bundesländer und der Bundesagentur für Arbeit haben das Reformkonzept auf einer Fachtagung in Berlin vorgelegt. Künftig soll mehr auf Prävention gesetzt werden. Dazu Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: „Bislang haben wir mit immer mehr Geld versucht, Jugendliche, die 'in den Brunnen gefallen sind', mit schwerem Gerät und den unterschiedlichsten Spezialisten wieder aus dem Brunnen herauszuholen. Mit wenig Erfolg!“ Das Reformkonzept der Initiative „Übergänge mit System“ sieht eine verbindliche, frühzeitige Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 7 vor. Diese soll durch Kooperationen mit Betrieben praxisnah gestaltet sein, um den Jugendlichen eine realistische Berufswahl zu ermöglichen.

Die duale Ausbildung soll auch in Zukunft der Königsweg der beruflichen Ausbildung bleiben. Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, betonte, dass sich die Verknüpfung von theoretischem Lernen in der Berufsschule und praktischem Lernen in den Betrieben bewährt habe und international Anerkennung genieße. Da das Angebot an dualen Ausbildungsplätzen in Deutschland aber in den letzten Jahrzehnten nicht ausreichte und derzeit rund 1,5 Mio. junge Menschen zwischen 25 und 34 Jahren allein in Westdeutschland keinen Ausbildungsabschluss haben, fordert Dräger: „Wir brauchen mehr öffentlich geförderte Ausbildungsplätze! Das gilt insbesondere für diejenigen Jugendlichen, die durchaus in der Lage sind, eine Ausbildung zu absolvieren, aber dennoch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.“

Um das Übergangssystem auf die wirklich notwendigen Maßnahmen zu reduzieren, soll die Vorbereitung auf eine Berufsausbildung in Zukunft nur noch denjenigen Jugendlichen angeboten werden, die einen großen Förderbedarf haben. Diese Jugendlichen sollen durch individuell und flexibel gestaltete Maßnahmen zielgerichtet zur Ausbildungsreife hingeführt werden und anschließend die verbindliche Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten.

Bei der Umsetzung ist die Bundesagentur für Arbeit ein wichtiger Partner. Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, ging in seinem Vortrag auf den Gesetzentwurf zur Reform der arbeitspolitischen Instrumente ein: „Der Entwurf sieht vor, die Instrumente zu reduzieren. Wir begrüßen das, denn wir sehen die Chance, uns künftig stärker auf unsere Kernaufgaben konzentrieren zu können.“

Das Konzept soll nun in die Praxis umgesetzt werden. Dafür liefern die Anregungen und Ergebnisse aus der Fachtagung wichtige Impulse. „Die Umsetzung können wir nur gemeinsam angehen. Der kontinuierliche Gedankenaustausch und der konstruktive Dialog sind dafür zentrale Voraussetzungen", sagte Clemens Wieland, Projektleiter der Initiative, zum Abschluss der Veranstaltung.


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Neuerscheinung
Übergänge mit System

Übergänge mit System

Eine Initiative von Bertelsmann Stiftung, acht Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit.

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