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Gütersloh, 05.10.2009

Reinhard Mohn - Berichterstattung zu seinem Tode

Kreuz auf einem Hügel

Die Nachricht vom Tode Reinhard Mohns hat in Deutschland, aber auch weltweit für ein großes mediales Echo gesorgt. In vielen Meldungen und Kommentaren wurden seine Arbeit und sein Wirken in die Gesellschaft hinein gewürdigt. Beschrieben wird er als großer Unternehmer der Nachkriegszeit, der sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft und das Gemeinwesen immer bewusst war.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Eine herausragende Persönlichkeit. Als Unternehmer bewies Reinhard Mohn nicht nur glänzendes Gespür für Marktchancen, sondern auch sozialpolitisches Engagement. Lange bevor "Corporate Identity" zum Schlagwort wurde, praktizierte Mohn schon eine partnerschaftlich geprägte Unternehmenskultur mit ständigem Dialog zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung."

Spiegel Online: "Gleichzeitig wird Mohn berühmt für die besondere Un-ternehmenskultur, die er pflegt, und für sein soziales Engagement. Er führt schon in den siebziger Jahren eine Mitarbeiterbeteiligung ein (...) und gibt seiner Firma mit den "Bertelsmann Essentials" eine Art eigene Verfassung, in der die Firmenethik festgeschrieben wird. 1977 gründet der "Roter Mohn" genannte Unternehmer die Bertelsmann-Stiftung, die in den Folgejahren Vorhaben in Politik, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft mit Hunderten Millionen Euro fördert."

Süddeutsche Zeitung: "Reinhard Mohn war einer, der Mensch und Ge-sellschaft prägen wollte. Einer aus der Riege der großen Nachkriegsun-ternehmer, die den Schutt als Chance begriffen und im wilden Wirt-schaftswundertempo den Mut zu neuen Imperien hatten."

Handelsblatt: "Trotz eines klaren Willens zur Rendite übernahm Mohn gerne gesellschaftliche Verantwortung. Bereits Anfang der 90er-Jahre hatte er die meisten Konzernanteile an die 1977 gegründete Bertelsmann Stiftung übertragen. Dass Eigentum im besten Sinne des Grundgesetzes verpflichtet, davon war er zutiefst überzeugt. Heute zählt die Bertelsmann Stiftung - eine der größten in Deutschland - zu den wichtigsten Denkfabriken des Landes."

Manager Magazin: "Wie kein zweiter Manager in Deutschland stellte er sich den Fragen nach der gesellschaftlichen Verantwortung des Unter-nehmers und entwickelte einen Wertekanon, strebte nach ethischen Prinzipien von allgemeiner Gültigkeit. Heute gehören sie zum Allgemeingut moderner Unternehmensführung."

Neue Westfälische, Bielefeld: "Sein Name steht wie kaum ein zweiter auch für den Versuch, den nach Gewinn strebenden Kapitalismus mit der Sozialverpflichtung des Eigentums zu versöhnen. Er sorgte für eine bis dahin nicht gekannte Unternehmenskultur, die seine Ideen von Führung und Partnerschaftlichkeit von Mitarbeitern als Unternehmensziel aufnahm. Ein System der Mitarbeiterbeteiligung gehörte aus seiner Sichte ebenso dazu wie das gemeinnützige Wirken (. . .)"

Westfalen Blatt, Bielefeld: "Reinhard Mohn war eben nicht nur der wirt-schaftliche Erfolg der Firma wichtig. Ihm lagen die Mitarbeiter - die Men-schen - am Herzen. Mohn legte viel Wert auf eine Unternehmenskultur, auf die Verantwortung des Einzelnen und das partnerschaftliche Miteinander zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern. Er beteiligte die Beschäftigten am Unternehmenserfolg, führte Betriebsrenten ein. Und auch die Ausgabe von Genussscheinen gehörte zu Mohns Unternehmensphilosophie. Die Mitarbeiter waren Reinhard Mohn wichtig - er selbst war einer von ihnen."

Tagesspiegel, Berlin: "Die Welt verliert einen Unternehmer, der inner-halb von drei Jahrzehnten aus einem mittelständischen Verlag einen weltumspannenden Medienkonzern geformt hat. Und sie verliert einen Visionär, der mit der Bertelsmann-Stiftung eine Denkfabrik geschaffen hat, die seit 30 Jahren den Auftrag hat, Politik zu beraten und Zukunft zu gestalten."

Financial Times Deutschland: "Mohn setzte auf dezentrale Strukturen, ließ die einzelnen Sparten eigenständig handeln. Wirtschaftlicher Erfolg stand dabei nie im Mittelpunkt seiner Arbeit. Er suchte den Dialog mit den Mitarbeitern, beteiligte sie am Unternehmenserfolg."

New York Times: "As Bertelsmann grew, Mr. Mohn allowed the managers of individual business units to run things as they saw fit, an approach that makes the company less a well-oiled machine than a loose alliance of affiliated businesses. He later said the experience of rigidly authoritarian Nazi Germany, and his own stint in the military, convinced him that the top-down approach had serious shortcomings."

Variety, USA: "In 2007, in commemoration of the Bertelsmann Stiftung charitable foundation's 30th anniversary, Mohn wrote: "when rebuilding Bertelsmann after the war, we asked ourselves which structures would be more human and more successful. . . . We responded to the issue of capitalism's questionable 'justice' by developing our own unique corporate culture." While guaranteeing continuity at Bertelsmann, the foundation also oversees numerous projects, from political studies and educational initiatives to cultural endeavours. In 2008 it opened the foundation's North American arm in Washington, D. C.

The Wall Street Journal, New York: "Mr. Mohn prided himself as a man-agement theorist and philanthropist. He wrote many works on business ethics and corporate social responsibility. Bertelsmann's success was only possible, Mr. Mohn stressed, because "ethical considerations have always managed to take priority."

Financial Times, London: "One of Germany's most important post-second world war industrial leaders. He turned Bertelsmann from a small family-owned German publisher into a global media group and held strong views on the organisation of companies, which he was not afraid of sharing publicly."

Der Standard, Wien: "Reinhard Mohns Bewusstsein für soziale Verant-wortung des Unternehmers - auch zur Motivation der Belegschaft - prägte Bertelsmann: Ab 1969 beteiligte er Mitarbeiter an Gewinnen, 1977 gründete er die gemeinnützige Bertelsmann-Stiftung, der mehr als 70 Prozent am Konzern gehören."

El Pais, Spanien: "Reinhard Mohn hat gezeigt, dass der Erfolg eines Un-ternehmens von der Entwicklung und Verbesserung des Humankapitals abhängt..."

El Mundo, Spanien: "Er schuf eine Unternehmenskultur mit dezentralen Verwaltungsstrukturen und maß der Autonomie und dem Selbst-wertgefühl eines jeden Arbeitnehmers eine große Bedeutung bei..."

tve, Madrid: "Mit ihm haben Spanien, Deutschland und die Welt eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren, die die Welt der Wirtschaft und des sozialen Engagements in den letzten 60 Jahren wesentlich geprägt hat."


Ansprechpartner
Henke2 Andreas Henke
Telefon:
+49 5241 81-81129
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Reinhard Mohn in der Bertelsmann Stiftung.

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Collage mit Publikationen von Reinhard Mohn.

Publikation
Cover: Von der Welt lernen

Von der Welt lernen

Wie kaum ein anderer Unternehmer hat sich Reinhard Mohn mit den politischen und kulturellen Veränderungen der zurückliegenden Jahrzehnte kritisch auseinandergesetzt. Erstmals stellt er in seinem Buch die Entwicklung seines unternehmerischen Handelns in den Zusammenhang mit wegweisenden persönlichen Erlebnissen.

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