Internationaler Kulturdialog
Die Globalisierung erzeugt neben neuen Wirtschaftsdynamiken auch die Pluralisierung von Normen und Werten. Gesellschaften sind zunehmend interkulturell geprägt, kulturübergreifende Kontakte selbstverständlich. Einerseits erhöhen sich die Chancen kultureller Teilhabe, andererseits wächst das Reibungspotenzial kultureller Unterschiede. Wo einander widersprechende Weltsichten, Werte oder Lebensweisen aufeinandertreffen, können Unsicherheit und Desorientierung entstehen. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir Lösungsansätze, damit sich die These vom Kampf der Kulturen nicht als selbst erfüllende Prophezeiung bewahrheitet.
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Schwerpunkte
Kulturelle Konfliktlinien
Kulturelle Konfliktlinien werden im politischen Alltag zunehmend thematisiert- insbesondere Konflikte um den Übergang von traditionellen zu modernen Gesellschaften, das Verhältnis von Staat und Religion, Bruchlinien zwischen westlichen und nicht-westlichen Weltanschauungen sowie zwischen widerstreitenden religiösen Heilslehren. Wir untersuchen die Rolle von Kultur-, Werte- und Identitäts- bezogenen Faktoren sowie Fragen nach der Häufigkeit, den Beteiligten,dem Ort und der Intensität dieser Kulturkonflikte. Unsere Erkenntnisse fließen in internationale Debatten ein und tragen zur Entwicklung von global relevanten Lösungsansätzen bei.
weiterGlobale Visionen
Während die Welt immer mehr zusammenwächst, entstehen zugleich zunehmend komplexe Herausforderungen, die eine Gefahr für die Erde und die Menschheit darstellen. Diesen Herausforderungen ist gemein, dass sie sich wechselseitig bedingen und nur auf globaler Ebene lösen lassen. Jedoch fehlen der Weltgesellschaft das Bewußtsein, Werte und Institutionen, um diesen Entwicklungen konstruktiv entgegen zu steuern. Im Schwerpunkt "Globale Visionen" unternimmt die Bertelsmann Stiftung eine Bestandsaufnahme globalen Denkens. Sie fördert zudem den Internationalen Kulturdialog zu Themen nachhaltiger Entwicklung.
weiterInterkulturelle Kompetenz
Internationaler Kulturdialog ist ohne interkulturelle Kompetenz der Beteiligten nicht denkbar. Nach unserer Auffassung ist abzusehen, dass der konstruktive Umgang mit kultureller Vielfalt und unterschiedlichen Werthaltungen auf der zwischenmenschlichen Ebene in den kommenden Jahren nicht nur zu den Schlüsselqualifikationen von Managern in transnationalen Unternehmen gehört. Hier geht es vielmehr um ein allgemeines Bildungsziel einer jeden Persönlichkeitsentwicklung und damit um den Erfolgsfaktor für das produktive Erleben kultureller Vielfalt.
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Audio & Video
Film zur Studie ''Kultur und Konflikt in globaler Perspektive''
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