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Agenda Moderne Personalpolitik
Drittes Netzwerktreffen Agenda Moderne Personalpolitik
'Als Personaler ist es unsere Aufgabe, eine Arbeitswelt von Morgen zu gestalten, in der wir unsere Kinder arbeiten lassen möchten',
Netzwerktreffen 'Agenda Moderne Personalpolitik 2020' am 11. und 12. Mai in München.
"Ich bin davon überzeugt, als Personaler dazu beitragen zu müssen, dass die Menschen im Jahre 2020 das Wichtigste im Unternehmen sein werden.", beschreibt ein Personalverantwortlicher seine Motivation, im Netzwerk Agenda Moderne Personalpolitik mitzuwirken. Das Netzwerk, bestehend aus Personalverantwortlichen aus 26 internationalen Unternehmen arbeitete beim Gastgeber E.ON mit dem Team der Bertelsmann Stiftung am Thema "Arbeiten in neuen Organisationsstrukturen".
Was bedeutet es, in einer Organisation zu arbeiten, die ständig im Wandel ist, um so den sich immer schnelleren Umfeldbedingungen anpassen zu können? Wie finden sich Menschen in den virtuellen Strukturen des Unternehmens zurecht? Wie wirkt sich die Zunahme der Projektarbeit mit ihren schnell fluktuierenden und nur lose angebundenen Mitarbeitern auf die Identität und Steuerbarkeit einer Organisation aus? Wie kann es gelingen, die Balance zwischen zentralen und dezentralen Strukturen zu finden? Und vor allem: Welche neuen Anforderungen stellen sich mit diesen Fragen an Führung und Personalarbeit im Unternehmen?
In vier Arbeitsgruppen, Dezentralisierung vs. Zentralisierung, flexibles Unternehmen, virtuelle Strukturen im Unternehmen und Projektarbeit, durchleuchteten die Teilnehmer die zukünftigen Herausforderungen. Die facettenreichen Diskussionen machten deutlich, dass es neuer Ansätze bedarf, um die Arbeitswelt von Morgen sinnvoll zu gestalten. Wesentlich ist, dass Führung und Personalarbeit ein neues Selbstverständnis entwickeln, die "Mechanik" des Industriezeitalters hinter sich lassen und Werte zu den denk- und handlungsleitenden Motiven machen.
Arbeitsgruppen übergreifend zeigte sich, dass für alle Unternehmensakteure vor dem Hintergrund zunehmender Verantwortung der Orientierungsbedarf wachsen wird, bisherige Strukturen prekärer werden und die Bedeutung von guter Kommunikation nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Für Führungskräfte, gerade im mittleren Management, wächst die Gefahr, zwischen zu vielen Anforderungen an ihre Rolle zerrieben zu werden. Sie sind es, die den Anforderungen der Unternehmensleitung, des Marktes und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer zunehmend undurchschaubaren Gemengelage gerecht werden müssen.
Inhaltlich angereichert wurde das Treffen über die Impulsvorträge von Volker Smid, Vorstand der Geschäftsführung von Hewlett Packard Deutschland und Dr. Heiko Roehl, tätig bei der Unternehmensorganisation GTZ und leitender Redakteur der Zeitschrift für Organisationsentwicklung.
Die Ergebnisse der Netzwerktreffen sind die Bausteine im Entstehungsprozess der "Agenda Moderne Personalpolitik", die Ende 2010 vorgestellt werden wird. Das nächste Netzwerktreffen findet am 3. und 4. November 2009 bei Boehringer Ingelheim zum Thema Führung statt.









