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Integration besser gestalten

Kinder mit Migrationshintergrund
Fotograf: Veit Mette

Migration und Integration in Europa

Transatlantic Council on Migration

Um der Integrationsagenda in Deutschland und Europa neuen Schub zu verleihen, hat die Bertelsmann Stiftung 2008 gemeinsam mit dem US-amerikanischen Migration Policy Institute aus Washington den Transatlantic Council on Migration (TCM) gegründet. Dieser Council erarbeitet strategische Empfehlungen für eine innovative Migrations- und Integrationspolitik.

 

Ansatz und Zielsetzung

Der Transatlantic Council on Migration ist ein beratendes Gremium mit dem Ziel, Impulse für migrationspolitische Gesetzgebungsprozesse zu geben. Um dies zu erreichen, bringt der Council drei auf Migration spezialisierte Berufsgruppen im Dialog zusammen: politische Entscheidungsträger, führende Experten auf dem Feld der globalen Migrationsforschung, und die zu diesem Thema mobilisierten Vertreter der Zivilgesellschaft.

Der Council entwickelt evidenzbasierte, politische Empfehlungen zu Migration und Integration durch 1) Regelmäßige Treffen, um den Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern, öffentlichen Schlüsselfiguren und fachlichen Experten zu fördern, 2) Direkte Beratungsgespräche mit Regierungen und Regierungsorganisationen, um ein effektives Migrationsmanagement zu fördern, 3) Publikationen, um die Aktivitäten und Empfehlungen des Council transparent und öffentlich zugänglich zu machen.

Themenschwerpunkte

  • Förderung des sozialen Zusammenhalts und der sozialen Gerechtigkeit durch eine durchdachte Integrationspolitik.
  • Steigerung von Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit durch Einwanderung.
  • Unterstützung und Erleichterung von Mobilität durch mehr Sicherheit.
  • Ein erhöhtes Verständnis der Beziehung zwischen Staaten und wachsenden religiösen Gemeinschaften und das Ausarbeiten der Rechte und Pflichten jener Parteien.
    Das bessere Erfassen der komplexen Wechselwirkungen von Migration und Entwicklung.

Konferenzen

Reguläre Sitzungen

Zweimal im Jahr – im Frühling und Herbst – treffen sich die sieben ständigen Mitglieder des Transatlantic Council of Migration, um über Schlüsselthemen der internationalen Migrationspolitik zu diskutieren. Das erste Treffen, das den Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung auf der einen, Staatsbürgerschaft und Identität auf der anderen Seite behandelte, fand im April 2008 statt.
Auf den nachfolgenden Konferenzen wurden inhaltliche Diskussionen über die Wechselwirkungen von Wettbewerbsfähigkeit, sozialem Zusammenhalt und öffentlicher Meinung und Migration geführt.

  • Unter dem Titel „Immigrant Integration: Priorities for the Next Decade“ wurden im Mai 2010 die Konsequenzen der internationalen Wirtschaftskrise auf die Integrationspolitik ermittelt.
  • Im November 2010 beschäftigte sich der TCM unter dem Titel „Restoring Trust in the Management of Migration and Borders“ mit dem Zusammenhang zwischen legaler Zuwanderung und verschiedenen Arbeitsmarktsystemen.
  • Das Treffen im Mai 2011 befasste sich unter dem Titel „The Governance of International Migration: Ideas for Building a Better System in the Next Decade“ mit der internationalen Kooperation im Bereich des Migrationsmanagements und dessen Zukunft.
  • Im November 2011 tagte der TCM in Berlin zum Thema „National Identity, Immigration & Social Cohesion. (Re-)Building community in an Ever-Globalizing World.“
  • Die irreguläre Migration war Schwerpunkt der Tagung „Curbing the Influence of ‘Bad Actors’ in International Migration“, die vom 30. Mai - 1. Juni 2012 in Washington stattfand.
  • Am 10. und 11. Dezember 2012 fand in Spanien eine Konferenz zum Thema Arbeitsmigration unter dem Titel „Immigration & Skills: Maximizing Human Capital in a Changing Economic Landscape” statt.

Experten Roundtable

Zusätzlich zu diesen internen Meetings finden seit 2010 TCM Roundtables in Berlin statt, zu denen Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingeladen sind, sich zu spezifischen Themen der Migrationspolitik auszutauschen.
Zum Thema „Zukunft der Integration“ wurden 2010 zwei Roundtables organisiert: Ein erstes Zusammentreffen zielte darauf hin, Deutschlands Integrationspolitik international zu vergleichen und richtungsweisende Empfehlungen zu erarbeiten. Das zweite, komplementäre Treffen setzte sich dann konkret mit der Partizipation und beruflichen Integration von Zuwanderern in Deutschland auseinander.
Im Dezember 2011 befasste sich ein Treffen spezifisch mit Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als attraktiver Arbeitsmarkt und mit den notwendigen politischen Reformen zum Thema „Arbeitsmigration in Deutschland“.

Publikationen

Bücher

Der Transatlantic Council on Migration gibt jährlich ein bis zwei Bücher zum Thema Migration und Integration aus transatlantischer Perspektive heraus. Die Sammelbände verfolgen das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zu bestimmten Themen kritisch zu betrachten. Außerdem zielen sie darauf hin, innovative, politikbezogene Analysen vorzustellen, um eine einheitliche Migrations- und Integrationspolitik aktiv voranzutreiben.

  • Das erste Buch in dieser Reihe, „Delivering  Citizenship“ (November 2008), befasst sich mit der Staatsbürgerschaft als Schnittstelle zwischen Identitäts-, Integrations- und Migrationspolitik.
  • Talent, Competitiveness and Migration” (April 2009) evaluiert die Konsequenzen der globalen Wirtschaftskrise auf die Dynamiken der Arbeitsmigration, sowie auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Migration und die politischen Entscheidungen.
  • Das dritte Buch, „Migration, Public Opinion and Politics“ (November 2009), geht näher auf die öffentliche Dimension von Zuwanderung ein und analysiert die Rolle von Medien und öffentlicher Meinung in politischen Entscheidungen im Bereich der Migrationspolitik.
  • Das Buch „Prioritizing Integration” (April 2010) gibt einen fundierten Einblick in die Veränderung der Integrationspolitik und die gesellschaftliche Stellung der Zuwanderer durch die globale Wirtschaftskrise.
  • Im November 2011 wurde die Publikation “Improving the Governance of International Migration“ veröffentlicht. 
  • Im Oktober 2012 erschien die Publikation „Rethinking National Identity in the Age of Migration". Eine Beschreibung finden Sie rechts auf dieser Seite.

Policy Statements

Der Transatlantic Council on Migration bezieht außerdem regelmäßig Position zu aktuellen Themen der Migrations- und Integrationspolitik in Europa und Nordamerika. Die Positionspapiere finden Sie in deutscher Sprache als Download auf der rechten Seite. Weiterführende, in englischer Sprache verfügbare Studien und Positionspapiere finden sie auf: http://www.migrationpolicy.org/transatlantic/pubs.php

Studien der Bertelsmann Stiftung

Außerdem werden regelmäßig Studien zu spezifischen Aspekten der Migrations- und Integrationspolitik verwirklicht. Die letzte Studie der Bertelsmann Stiftung "Benchmarking Integration in the EU: Analyzing the debate on integration indicators and moving it forward" von Sergio Carrera und Elspeth Guild leistet einen Beitrag dazu, das Integrationsmonitoring auf europäischer Ebene zu verbessern. Das Paper stellt Indikatoren für eine erfolgreiche Integration auf EU-Ebene vor, analysiert gegenwärtige Methoden des Benchmarking, zeigt Defizite in bisherigen Mess- und Vergleichsverfahren auf und gibt Empfehlungen, wie datengestützte Integrationspolitik verbessert werden kann. Die Studie steht als Download auf der rechten Seite zur Verfügung.

Mitglieder und Unterstützung des TCM

Der Council besteht aus sieben Mitgliedern:

  • Giuliano Amato, ehemaliger Innenminister (2006-2008) und Premierminister (1992-1993, 2000-2001) Italiens,
  • Michael Chertoff, ehemaliger Heimatschutzminister der USA (2005-2009),
  • Ana Palacio, ehemalige EU-Parlamentarierin (1994-2002) und Außenministerin Spanien (2002-2004), außerdem Senior Vizepräsidentin der World Bank Group,
  • Trevor Phillips (Vorsitzender der UK Equality and Human Rights Commission),
  • Rita Süssmuth, ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestags (1988-1998), sowie Vorsitzende der Unabhängigen Kommission für Einwanderung und Integration,
  • Antonio Vitorino, ehemaliger EU Kommissar für Justiz und Innere Angelegenheiten (1999-2004) und ehemaliger stellvertretender Premierminister Portugals,
  • Henriette Westhri, Staatssekretärin im Norwegischen Ministerium für Kinder, Gleichheit und sozialer Inklusion, ehemalige stellvertretende Finanzministerin (2007-2009) sowie ehemalige Umweltministerin (2005-2007).

Die Arbeit des Transatlantic Council on Migration wird von folgenden Stiftungen und Regierungen unterstützt: Der Carnegie Corporation of New York, der Open Society Foundation, der Bertelsmann Stiftung, der Rockefeller Foundation, dem Barrow Cadbury Trust, der Luso-American Development Foundation, der Calouste Gulbenkian Foundation, und von Ministerien in Deutschland, den Niederlanden und Norwegen.

Mehr Informationen zum TCM und seinen Aktivitäten finden Sie in deutscher Sprache in dem Dokument „TCM Overview“, das als Download auf der rechten Seite zur Verfügung steht, und in englischer Sprache auf: http://www.migrationpolicy.org/transatlantic/about.php 




  



Ansprechpartner
Porträt Christal Morehouse Christal Morehouse
Telefon:
+49 5241 81-81143
Publikationen
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Rethinking National Identity in the Age of Migration

Wachsende Mobilität und verstärkte Migration führen zu einer großen gesellschaftlichen Vielfalt in den Gemeinschaften und Nationen beiderseits des Atlantiks. Das Wir-Gefühl wird herausgefordert. Manche Menschen befürchten, ihre nationale Identität und ihre Werte zu verlieren. Mehr denn je gilt es, den Zusammenhalt von Gemeinschaften zu stärken. Hierfür müsste die Schere zwischen Einwanderungsgewinnern und -verlierern geschlossen, Extremismus entschärft und Identität neu gestaltet werden.

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