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Hamm/Gütersloh, 12.05.2006

Kommunale Seniorenpolitik aus dem Schattendasein herausholen

Auftakt-Treffen der NAIS-Kommunen

Seniorin beim Einkauf

Am Freitag, den 12. Mai, findet in Hamm das erste Treffen der sechs NAIS Pilot-Kommunen statt. Projektverantwortlichen aus Altena, Bruchsal, Eschwege, Glauchau, Stuhr und Hamm soll dieses Auftakttreffen Gelegenheit geben, sich kennen zu lernen und über erste Erfahrungen aus der Projektarbeit in ihren Kommunen auszutauschen.

Die Gestaltung der kommunalen Lebensbedingungen für und mit älteren Bürgern ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft der Kommunen in Deutschland. Die Bertelsmann Stiftung ist überzeugt, dass der demographische Wandel Chancen birgt, die es zu nutzen gilt. Das Projekt "Neues Altern in der Stadt" (NAIS) soll Kommunen unterstützen, diese Chancen durch frühzeitige Planung sinnvoll zu nutzen.

Seniorenpolitik fristet in kleineren und mittleren Kommunen oft ein Schattendasein als unbedeutsamer Teil kommunaler Sozialpolitik. Anders als etwa in der Kinder- und Jugendpolitik gibt es keinen klar und verbindlich formulierten gesetzlichen Rahmen. Deshalb fehlt es in den meisten Kommunen derzeit an einer integrierten Altenplanung, die an den Lebenslagen, Lebenswelten und Lebensstilen der älteren Bevölkerung ausgerichtet ist. Vielerorts ist die politische Diskussion durch negative Altersbilder bestimmt sowie ausschließlich an vermeintlichen Belastungen orientiert, die durch einen wachsenden Anteil älterer Menschen entstehen.

Der demographische Wandel und die rapide ansteigende Zahl der älteren Mitbürger wird viele Kommunen vor große Herausforderungen stellen. Schon heute ist abzusehen, dass vielerorts der Bedarf an Pflegedienstleistungen größer sein wird, als mit den vorhandenen Einrichtungen abzudecken ist. Die Herausforderungen des demographischen Wandels und damit auch die Ziele einer demographiesensiblen Kommunalpolitik, können lokal aber sehr unterschiedlich sein. Sie können sich auf die Verbesserungen der Wohnsituation, der Gesundheitsförderung oder auch der Situation älterer Migranten beziehen. Aufgrund dieser Vielfalt der Herausforderungen erfolgt eine Priorisierung der Ziele in den jeweiligen Kommunen.


Ansprechpartner
Henke2 Andreas Henke
Telefon:
+49 5241 81-81129
Projekt

Weblink

Aktion 2050

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