Projekte
Zukunftsperspektive Christentum
Workshop zur Medienarbeit der evangelischen Kirche
Das Programm "Geistige Orientierung" organisierte am 8. September 2008 in Berlin einen Workshop zur Medienarbeit der evangelischen Kirche. Die Reflexion des Religionsmonitors sorgte für einen abwechslungsreichen Tag mit anregenden Impulsen und lebendigen Diskussionen. Die Highlights der Veranstaltung waren Vorträge von n-TV Geschäftsführer Hans Demmel und von Cicero Chefredakteur Dr. Wolfram Weimer sowie eine Podiumsdiskussion, bei der vor allem Prof. Sebastian Turner, Partner der Scholz & Friends Group, mit provokanten Thesen polarisierte.
Der Workshop stellte das Pendant zur Veranstaltung im April dar, bei der dieselbe Thematik für die katholische Kirche im Mittelpunkt stand. Am Workshop nahmen 60 geladene Gästen teil, die alle in unterschiedlichen Bereichen der Medienarbeit der evangelischen Kirche tätig sind. Markus Bräuer, Medienbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, war als Mitveranstalter an der Organisation beteiligt.
Wichtige Ergebnisse des Religionsmonitors wurden von Dr. Martin Rieger vorgestellt und Impulse an die Medienarbeit der Kirchen im Vortag von Hans Demmel gegeben. Die evangelische Kirche solle darauf achten, stärker "personalisiert" mit wenigen charismatischen Personen in den Medien in Erscheinung zu treten. Demmel betonte, dass "die Kirche und das Thema Religion häufiger in den Medien vertreten seien, als es zunächst wahrgenommen würde."
Im Podiumsgespräch, moderiert von Markus Bräuer, wurden Anforderungen an die Medienarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert, wobei die Ergebnisse des Religionsmonitors immer wieder mit einbezogen wurden. Prof. Sebastian Turners These, dass "die evangelische Kirche keine Angst vor Boulevard und Emotionen haben solle und Menschen dort abholen könne, wo sie stünden", sorgte für eine lebendige Diskussion. Laut Turner "soll Medienarbeit nicht nur für Menschen mit Abitur gemacht werden, sondern klare Aussagen vermitteln."
Den letzten Beitrag zum Workshop lieferte Dr. Wolfgang Weimer. Weimer stellte dar, wie Religion und Religiosität weltweit wieder mehr an Bedeutung für das Leben der Menschen gewinnen. Während des Workshops kristallisierte sich die Meinung heraus, dass Religiosität gerade jetzt in den Medien wieder stark gemacht werden könne und mutigere Schritte zu neuen Wegen in der Medienarbeit beschritten werden könnten.
Sollten Sie noch Fragen zum Workshop "Medienarbeit der evangelischen Kirche" oder zu Initiativen im Projekt "Zukunftsperspektive Christentum" der Bertelsmann Stiftung haben, wenden Sie sich bitte an Dr. Martin Rieger oder Dr. Ferdinand Mirbach. Die Kontaktdaten sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Spalte rechts neben diesem Text.















