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Gütersloh, 13.12.2010

Wie lässt sich der Euro retten?

Ein Essay von Guy Verhofstadt, ehem. Belgischer Premierminister

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Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht einen weiteren "Zwischenruf" von Guy Verhofstadt, ehem. Belgischer Premierminister und Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Liberalen und der Demokraten für Europa im Europäischen Parlament, der messerscharf die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Europäische Union analysiert. Guy Verhofstadt bleibt dabei nicht stehen, sondern schlägt konkret vor, wie durch mehr Integration und die Ausgabe von Euro-Bonds das europäische Projekt wieder zukunftsfest gemacht werden könnte.

Kein Zweifel, der Euro befindet sich in schwerem Fahrwasser. Dringend benötigt werden mutige Konzepte, wie die Eurozone vor dem Zerfall bewahrt werden kann. Bisher haben jedenfalls alle Stabilisierungsmaßnahmen der EU wie der Mitgliedstaaten die Finanzmärkte nicht beruhigen können. Nach der noch einmal abgewendeten Schuldenkrise in Griechenland und jüngst in Irland geraten nun Portugal und Spanien immer stärker unter Druck. Italien könnte bald folgen. Wir stimmen daher mit Guy Verhofstadt überein, dass es ein sehr viel stärkeres Signal braucht. Die EU muss zeigen, dass sie für mehr Integration und nicht weniger optiert. Der Euro wird nur überleben können, wenn die Mitgliedstaaten endlich ernst machen und der Währungsunion die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialunion zur Seite stellen.

Mehr Integration auch in budgetärer und wirtschaftspolitischer Hinsicht setzt aber das Gesetz nicht außer Kraft, dass schlechtes Wirtschaften auch in der Zukunft durch die Märkte bestraft werden wird. Die unterschiedlichen Zinsen auf dem europäischen Anleihenmarkt spiegeln diese Tatsache. Und diese Tatsache kann nicht dadurch aus der Welt geschafft werden, dass der momentane wirtschaftliche Erfolg Deutschlands kritisiert wird. Vielmehr scheint es überfällig, dem Verhalten der privaten Investoren mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich wird es nicht nur deutschen Steuerzahlern immer schwieriger zu vermitteln sein, warum sie die Spekulationsverluste von Banken, Fondsgesellschaften und anderen Investoren zu schultern haben, jedoch an den enormen Profiten, die in der Vergangenheit durch eben diese risikoreichen Geschäfte verdient wurden, praktisch nicht beteiligt sind.


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