Die Erfolgsstory der größten europäischen Bürgerstiftung
Die Community Foundation serving Tyne & Wear and Northumberland
Die Community Foundation serving Tyne & Wear and Northumberland im Nordosten Englands ist die größte europäische Bürgerstiftung. Gegründet 1988, war sie eine der ersten britischen Bürgerstiftungen. Ihr Einzugsgebiet umfasst 1,5 Millionen Bewohner – mit der City of Newcastle im Mittelpunkt. Großbritannien ist das europäische Pionierland der Bürgerstiftungsbewegung, dort gibt es derzeit mehr als 60 "Community Foundations" und zahlreiche Gründungsinitiativen. Alle englischen Bürgerstiftungen besaßen 2002 ein Vermögen von umgerechnet 135 Millionen Euro und vergaben Fördermittel in Höhe von 44 Millionen Euro.
Die Erfolgsgeschichte der Community Foundation serving Tyne & Wear and Northumberland begann 1991 mit einem so genannten "Challenge Grant"-Wettbewerb der amerikanischen C.S. Mott Foundation. Die in Newcastle ansässige Stiftung war unter den Siegern: In zwölf Monaten gelang es ihr, £3 Millionen einzuwerben. Hierfür erhielt sie als Auszeichnung zusätzlich £1 Million von der Mott Foundation. Mit diesen Mitteln konnten die ersten Förderprogramme angegangen werden. Hierdurch wuchs die Bekanntheit der Bürgerstiftung und neue Zustiftungen konnten akquiriert werden. Das Vermögen stieg schnell von 4,45 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro in 1996. Gegenwärtig vereint die Community Foundation serving Tyne & Wear and Northumberland unter ihrem Dach mehr als 100 unselbstständige Stiftungen und besitzt ein Gesamtvermögen von mehr als 46 Millionen Euro.
In den vergangenen Jahren hat die Bürgerstiftung spezielle Förderprogramme für ältere und jüngere Menschen entwickelt. Zudem organisiert sie ein Ausbildungsprogramm für Führungskräfte von Bürgerstiftungen und hat ein Forum für Philanthropen ins Leben gerufen.












