Personalpolitik
Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind das kostbarste Kapital jedes Betriebes. Ein kluges und zeitgemäßes Personalmanagement zählt daher zu den wichtigsten Aufgaben des Managements. Anstatt auf Absatzkrisen mit Kahlschlag in der Belegschaft zu antworten, sollte die Unternehmensführung eher eine strategische Personalplanung fördern, um die Fähigkeiten ihrer besten Köpfe zu steigern und sie an die Firma zu binden. Leistungsträger werden in unserer alternden Gesellschaft immer gesuchter: Wer Nachwuchs-Talenten zu wenig Aufstiegschancen bietet, nimmt ihre Abwanderung in Kauf. Dann müssen sie später von außen für viel Geld angeworben werden – wenn es sie denn auf dem Arbeitsmarkt überhaupt gibt.
Zudem reichen monetäre Anreize nicht aus, um junge Führungskräfte zu rekrutieren. Ihre Karriereplanung folgt heutzutage weniger traditionellen Mustern. Sie erwarten von ihrem Arbeitgeber mehr als Boni und Dienstwagen: Gefragt sind flexible und praxisnahe Angebote für beide Geschlechter, um Familie, Privatleben und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Immer wichtiger bei der Arbeitsplatzwahl werden auch die Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Zugleich gewinnt für das Unternehmen der Wissenstransfer an Bedeutung: Wie kann es sicherstellen, dass jüngere von älteren Kollegen lernen, bevor sie in den Ruhestand gehen, damit betriebsinternes Wissen erhalten bleibt, ohne dass innovative Ideen der Newcomer in Routineabläufen untergehen?
Außerdem wird es in Zukunft verstärkt um ein ganzheitlicheres Mitarbeiterbild gehen. So sollte bei dem Stichwort "Vielfalt am Arbeitsplatz" nicht mehr nur an unterschiedliche Hautfarben oder die Frauenquote gedacht werden. Von zentraler Bedeutung sollten die Menschen und ihre unterschiedlichen Lebenskonzepte sein. Diese gilt es nicht nur zu tolerieren, sondern insbesondere auch anzuerkennen. Die Herausforderung dabei wird sein, die Integration der vielfältigen Lebensweisen in das Unternehmen zu fördern. Unternehmen sind also gut beraten, sich damit strategisch auseinanderzusetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.













