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Düsseldorf, 02.07.2010

Acht ''familiengerechte'' Kommunen in NRW

Entwicklungsphase des Audits „familiengerechte Kommunen“ beendet - Ministerpräsident Rüttgers überreicht Zertifikate

Gruppenfoto mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers
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Ministerpräsident Jürgen Rüttgers überreicht die Zertifikate des Audits „familiengerechte Kommunen“ an die ersten acht Kommunen aus NRW
Fotograf: Thomas Kunsch, Bielefeld

Acht Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen dürfen sich ab sofort „familiengerechte Kommune“ nennen: Die Städte Aachen, Altena, Düsseldorf, Emsdetten, Gladbeck, Kreuztal, Lippstadt und die Gemeinde Rödinghausen haben im Rahmen eines Pilotprojektes das Auditierungsverfahren „familiengerechte Kommunen“ abgeschlossen und jetzt bei einer Feierstunde in Düsseldorf von NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers das entsprechende Zertifikat erhalten. Die Bertelsmann Stiftung und die gemeinnützige GmbH „berufundfamilie“ hatten das Audit auf Initiative der Landesregierung entwickelt.

Die drei Partner möchten damit einen Beitrag zur Familiengerechtigkeit leisten. Nach der erfolgreichen Entwicklungsphase in Nordrhein-Westfalen haben inzwischen auch Kommunen aus anderen Bundesländern ihr Interesse am Audit angemeldet.

Ministerpräsident Rüttgers, der auch Schirmherr des Audits ist, würdigte das „bundesweit einzigartige und wirkungsvolle“ Instrument. Es unterstütze Kommunen dabei, „konkrete Verbesserungen für Familien umzusetzen – und dies unter Beteiligung aller relevanten Akteure". Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, hob hervor, dass „auch die Kommunen, die sich in einer prekären demographischen und finanziellen Situation befinden, sehr konkrete Verbesserungen für die Familien erzielen konnten“. Das zeige, dass das Audit nicht nur wohlhabenden Kommunen zur Standortsicherung dienen, sondern „für alle Kommunen ein wirksamer Hebel sein kann, vorhandene Potenziale zu entdecken und zu aktivieren“.

Die Auditierung benötigt etwa zwölf Monate und endet im Erfolgsfall mit der Zertifizierung als „Familiengerechte Kommune“. Das Instrument unterstützt Bürgermeister und Gemeinderäte dabei, die Kräfte vor Ort zu bündeln, um familiengerechte Problemlösungen zu finden. Gesteuert wird die Auditierung durch geschulte Auditoren, die fachliche und organisatorische Lernprozesse anstoßen. Am Ende des Prozesses kennen die Kommunen nicht nur die Stärken und Schwächen ihrer bisherigen Familienpolitik, sondern haben unter breiter Beteiligung aller relevanten Akteure konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet, mit denen sie ihr familienpolitisches Profil in den kommenden drei Jahren schärfen.

Mit der Überreichung der Zertifikate ist die Pilotphase des Audits abgeschlossen. Der Echtbetrieb soll von „Faktor Familie“, einer Ausgründung aus der Ruhruniversität Bochum unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Klaus-Peter Strohmeier, übernommen werden. Voraussichtlich ab Ende 2010 können weitere Kommunen mit der Auditierung starten. Derzeit wird eine weitere Pilotierung in Baden-Württemberg durchgeführt.

Einige Beispiele aus der Vielzahl verschiedener Maßnahmen der einzelnen Kommunen:

  • Die Universitätsstadt Aachen hat ein professionelles Betreuungsangebot des Studentenwerks weiterentwickelt;
  • Altena die kontinuierliche Begleitung von Nachbarschaften beschlossen;
  • Düsseldorf will einen Familienkompass über Dienstleistungen und Ansprechpartner erstellen, der in Kooperation mit den Unternehmen an die berufstätigen Eltern herangetragen wird;
  • Emsdetten hat sich mit dem Audit u.a. die Vernetzung der Angebote für die verschiedenen Generationen vorgenommen;
  • Gladbeck als Kommune mit problematischer finanzieller und sozialer Ausgangslage will ein Bildungshaus entwickeln;
  • Kreuztal hat einen Architekturwettbewerb "Mehrgenerationen wohnen" beschlossen;
  • Lippstadt hat sich mit der Aktion "Lippstadt familienfreundlich" die Einrichtung von Spielecken, Wickelbereichen und Toiletten im Innenstadtbereich vorgenommen;
  • Rödinghausen als kleine Kommune im ländlichen Raum will sich ein familienpolitisches Leitbild geben und richtet eine Koordinierungsstelle für das Querschnittsthema Familienpolitik ein, die u.a. die Aktivitäten alle Vereine übernimmt.


Ansprechpartner
Porträt von Kirsten Witte Kirsten Witte
Telefon:
+49 5241 81-81030
Logo des Vereins Familiengeerchte Kommune
Kontaktpartner
Logo Familiengerechte Kommune e. V.

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in NRW
Regina Vogel
regina.vogel(at)mfkjks.nrw.de
Tel.: 0211-837 24 32
http://www.familie-in-nrw.de/


Dr. Andreas Osner,
Beatrix Schwarze
info(at)familiengerechte-kommune.de
0234 – 68 71 81 70
http://familiengerechte-kommune.de/

Kontaktpartner
Logo berufundfamilie

berufundfamilie gGmbH
Lucie Perrot
Tel: 069 – 300 388 13
l.perrot@beruf-und-familie.de

Im Web:
www.beruf-und-familie.de
www.familiengerechte-kommune.de

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