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Länderprofil Niedersachsen

Aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung: "Kommunaler Finanz- und Schuldenreport 2008"

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung erfasst erstmals die Gesamtverschuldung der Kommunen auf der aggregierten Länderebene. Die Gesamtverschuldung ist dabei definiert als die Summe aller unmittelbaren Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der mittelbaren Schulden bei kommunalen Zweckverbänden und den öffentlich bestimmten kommunalen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen. Hier finden Sie die Analysen aller 13 Flächenbundesländer.

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Aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung: "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme"

Die frühkindliche Bildung und Betreuung weist in den 16 Bundesländern deutliche Unterschiede auf. Während in Westdeutschland vor allem die Qualität des Angebotes - gemessen am Personalschlüssel - überzeugt, stehen im Osten wesentlich mehr Betreuungsplätze zur Verfügung. Hier finden Sie die Analysen aller 16 Bundesländer.

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Niedersachsen

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zu den Aktivitäten des Landes Niedersachsen und zunächst ein Statement der Landesregierung. 

Niedersachsen - Land mit Zukunft

In Niedersachsen leben 8 Mio. Menschen und nach den Berechnungen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik wird sich an der Einwohnerzahl in den nächsten 15 bis 20 Jahren relativ wenig ändern. Nach 2020 wird die Bevölkerung auch in Niedersachsen abnehmen - erst langsam, dann schneller. Diese im Vergleich mit anderen Bundesländern günstige Entwicklung liegt an der Aufnahme von etwa 1/5 aller nach Deutschland immigrierten Menschen in der 90er Jahren. Der jahrelange Zustrom junger Menschen trägt heute zu einer günstigen Alterstruktur bei.

Hinzu kommt, dass Niedersachsen mit einer Geburtenrate von gut 1,4 im Vergleich der Bundesländer ganz vorne liegt; die Landkreise Cloppenburg und Vechta übertreffen den Bundesdurchschnitt mit 1,88 bei weitem.

Prognosen zur demographischen Entwicklung

Wenn sich nichts ändert, wird die Bevölkerungszahl in Niedersachsen von heute rund 8 Mio. auf rund 7,4 Mio. im Jahr 2050 sinken. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter zwanzig Jahren wird im gleichen Zeitraum von gut 1,7 Mio. im Jahr 2005 auf vermutlich 1, 2 Millionen sinken. Das wäre ein Minus von fast 30 %. Gleichzeitig wird die Zahl der Älteren von heute rund zwei Mio. auf 2,7 Mio. steigen. Das heißt: Der Anteil der Personen über 60 Jahren an der Gesamtbevölkerung wird sich von heute rund 25 % auf gut 36 % erhöhen.

Das Niedersächsische Landesamt für Statistik hat auf seinen Internetseiten für jede niedersächsische Gemeinde eine Vorausberechnung der Bevölkerung für 2009 und 2014 abgebildet http://www.nls.niedersachsen.de/html/kommunen_im_blick.html).


Regionale Unterschiede

In seiner jüngsten Studie "Die demographische Lage der Nation" sieht das Berlin Institut Niedersachsen als das "Land der Extreme". Goslar und Osterode am Harz sind die am stärksten überalterten Landkreise - dort sind 11 % der Einwohner älter als 75 Jahre. Dagegen weisen die Kreise in Westniedersachsen in der Region um Cloppenburg die höchste Fertilitätsrate in Deutschland auf. In Cloppenburg beträgt die Fertilitätsrate 1,88 (Vechta: 1,72, Wittmund: 1,67, Emsland: 1,65), während deutschlandweit die Geburtenrate bei 1,37 Kindern liegt. Der Anteil der unter Fünfjährigen an der Cloppenburger Bevölkerung hat zwischen 1990 und 2001 um fast 23 % zugelegt.

Kurz: Es gibt innerhalb des Landes eine klare West-Süd-Aufteilung: "Jung im Nord-Westen - Alt im Süd-Osten". Und alles deutet darauf hin, dass sich dieser Prozess fortsetzen wird. Laut Prognosen wird die Bevölkerung in den Landkreisen Lüneburg (+ 16,3 %), Vechta (+ 11,8 %), Ammerland (+ 9,9 %) Oldenburg (+ 8,5 %) bis 2020 stark zunehmen. Besonders hohe Bevölkerungsverluste werden voraussichtlich in den Landkreisen Osterode am Harz (-17,3 %), Holzminden (-15,7 %), Stadt Salzgitter (- 15 %), Northeim (-14,1 %), Goslar (-12,9 %), Helmstedt (-10,1 %) und Lüchow-Dannenberg (-9,8 %) auftreten.


Herausforderungen an die Politik

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wird als Folge ein massiver Wettbewerb vorhergesagt: der Wettbewerb um jungen Familien, der Wettbewerb um gut qualifizierte Menschen, der Wettbewerb um gute kommunale Infrastruktur. Diese Landesregierung setzt zur Bewältigung der Folgen des demographischen Wandels auf eine enge Kooperation zwischen den Kommunen auf Basis eines fairen Interessenausgleichs und gemeinsamer Ziele vor Ort. Obwohl die Gestaltungsspielräume für den Umgang mit den demographischen Veränderungen durch die anhaltende wirtschaftliche Wachstumsschwäche und den Haushaltskonsolidierungskurs eingeschränkt sind, hat die Niedersächsische Landesregierung bereits in vielen Politikfeldern wie die Familienpolitik, Bildungspolitik, Integration, regionalisierte Landesentwicklungspolitik, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Finanzpolitik Maßnahmen ergriffen. 

Familienpolitik hat in Niedersachsen einen hohen Stellenwert, deshalb wurden die Rahmenbedingungen für Familien deutlich verbessert. Mit der landesweiten Offensive "Familienfreundliche Arbeitswelt" und mit der verbesserten Qualifizierung von Tagesmüttern stärken wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit der Initiative "Balance - Familie - Beruf" geben wir Impulse für die Schaffung von familienbewussten Rahmenbedingungen. Eine bessere Familienpolitik heißt auch gerechtere Behandlung von Familien im Sozialsystem.

Die Schul- und Studienzeiten wurden verkürzt durch die Einführung des Abiturs nach 12 Jahren sowie Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse. Damit stehen mehr junge Menschen früher dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Schlüssel ist das Erlernen der deutschen Sprache: die Sprachförderung vor Einschulung ist flächendeckend sichergestellt und die zu Beginn diesen Jahres zusätzlich eingerichteten Integrationskurse dienen neben dem Erlernen der deutschen Sprache auch der Einführung in die deutsche Rechtsordnung, die Kultur und die Geschichte Deutschlands.

Der Umgang mit den Fragen des demographischen Wandels ist für die Landesregierung nicht nur eng verknüpft mit einer nachhaltigen Finanzpolitik sondern auch mit einer Entwicklungspolitik für wettbewerbsfähige Regionen und mit gleichwertigen Lebensbedingungen in allen Regionen des Landes. Wir brauchen lebendige Städte und lebendige Dörfer. Um den Herausforderungen des absehbaren demographischen Wandels für das nordöstliche und das südliche Niedersachsen zu begegnen, sind diese Regionen als Modellregionen benannt, in denen eine tragfähige Entwicklungspartnerschaft zwischen der Region und der Landesebene aufgebaut werden soll.

Bevölkerungsprognose bis 2050
(Bevölkerung insgesamt in 1.000)

Jahr (jeweils zum 31.12.) mittlere Bevölkerung, Untergrenze (Außenwanderungssaldo von 100.000 p.a.) mittlere Bevölkerung, Obergrenze (Außenwanderungssaldo von 200.000 p.a.)
2005 7.994 7.994
2010 7.933 7.944
2020 7.709 7.802
2030 7.398 7.584
2040 7.021 7.304
2050 6.549 6.932

 

Altenquotient
(Bevölkerung im Alter von 60 Jahren und älter dividiert durch Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 60 Jahren)

Jahr (jeweils zum 31.12.) mittlere Bevölkerung, Untergrenze (Außenwanderungssaldo von 100.000 p.a.) mittlere Bevölkerung, Obergrenze (Außenwanderungssaldo von 200.000 p.a.)
2005 46,6 46,6
2010 49,2 49,1
2020 59,5 58,6
2030 80,8 78,2
2040 85,2 81,4
2050 87,8 83,6

Quelle: Eigene Berechnung des Landes Niedersachsen.

Weblinks



Ansprechpartner Niedersachsen

Dr. Christoph Wilk
Niedersächsische Staatskanzlei
Tel.: 0511 / 120-6718
christoph.wilk@
stk.niedersachsen.de

Ansprechpartner
Wintermann Ole Wintermann
Telefon:
+49 5241 81-81232
Downloads

Veröffentlichung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik, A I 8.2/5

Länderreport Frühkindliche Bildung
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Kommunaler Finanz- und Schuldenreport
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