Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 Hauptnavigation; Accesskey: 3 Servicenavigation; Accesskey: 4
Platzhalterbild
Washington/Gütersloh, 18.06.2009

Austausch mit Washingtoner Think Tanks und US-Administration

Restoring trust through participation?

Diskussionsrunde in Washington.
Icon Vergrößerung
Gedankenaustausch in Washington.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch einen fundamentalen Vertrauensverlust in der Bevölkerung in die Problemlösungsfähigkeit nationaler Regierungen und supranationaler Organisationen hervorgebracht. Gleichzeitig ist es es dem Team von US-Prässident Barack Obamas gelungen, so viele Menschen zu mobilisieren wie seit 100 Jahren nicht mehr. Ein Faktor seines Erfolges: Das Versprechen politischer Teilhabe. Was können wir aus diesen Entwicklungen lernen? Braucht es neue Formen der Beteiligung, um das Vertrauen wiederzugewinnen und Handlungsfähigkeit zu stärken? Unter welchen Rahmenbedingungen kann politische Teilhabe gelingen und was sind die zentralen Herausforderungen? Kann eine Steigerung von Partizipation die Ergebnisqualität von Politik verbessern? Diesen Fragen widmeten sich Projekt Manager Christina Tillmann und Alexander Koop, Programm Good Governance der Bertelsmann Stiftung, in Washington.

Im Mittelpunkt des Austausches stand ein gemeinsamer Workshop mit dem Washingtoner Büro der Bertelsmann Stiftung und dem Brookings Insitut. Basierend auf dem White Paper "Restoring Global Trust. The Benefits of Participatory Deliberation", das das Projekt "Optimierung politischer Reformprozesse" gemeinsam mit IFOK erstellt hat, wurde der Verlust von Vertrauen und Paritzipation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert.

"Die Finanzkrise wurde durch Intransparenz und die 'blinden Flecke' des geschlossenen politischen Systems hervorgebracht. Mehr Offenheit und Partizipation ist daher ein zentraler Baustein, um die wirklichen Ursachen der Krise anzugehen", so Darrell West, Vice President des Brookings Instituts. Eine kritische Erfolgsvoraussetzung sei dabei jedoch, dass Responsivität sichergestellt werden müsse. Der Bürger müsse überzeugt sein, dass Partizipation kein reines "window dressing" ist, sondern tatsächlich von der Politik beachtet wird.

Tom Coleman, ehemaliger Senator und inzwischen Senior Counsellor der Livingston Group, unterstrich, dass individuelle Führungsfähigkeit, Glaubwürdigkeit und Charisma des politischen Akteurs dabei eine zentrale Rolle spielen. Obwohl die Frage des Vertrauensverlustes und seiner Ursachen kontrovers diskutiert wurde, waren sich alle Teilnehmer darin einig, dass die politische Teilhabe der Bürger gestärkt werden müsse, um zukünftige Krisen eher zu erkennen und schneller gegenzusteuern zu können.

Eine Ansicht, die auch Michael Fitzpatrick, Associate Administrator von OIRA, der zentralen Steuerungsabteilung im Executive Office of the President teilte, den das Team in einem gesonderten Termin traf. "Es muss uns in Zukunft besser gelingen, vor allem auch diejenigen Teile der Gesellschaft einzubinden, die nicht in Interessengruppen organisiert sind und ihnen Gehör zu verschaffen" so Michael Fitzpatrick. Das Internet biete dabei eine hervorragende neue Möglichkeit, die die Obama Administration gewillt sei auszuschöpfen. Gelingende Beteiligung berge jedoch zahlreiche Herausforderungen, die einen Austausch von Wissen und Erfahrungen sinnvoll machten, so Fitzpatrick weiter. Zudem sei noch ungeklärt, wie neue Möglichkeiten der Beteiligung genutzt werden könnten, um die Bevölkerung ebenfalls in globalen Fragen einzubeziehen.

Das Programm Good Governance wird diesen Austausch weiter fördern und die Ergebnisse des Workshops in das White Paper zu "Restoring Trust" einarbeiten.


Ansprechpartner
Porträt von Christina Tillmann Christina Tillmann
Telefon:
+49 5241 81-81335
Ansprechpartner
Porträt von Alexander Koop. Alexander Koop
Telefon:
+49 5241 81-81377
Programm
Ausschnitt der Reichtagskuppel mit Besuchern und Flagge im Hintergrund.

Good Governance

Publikation
Cover: Lernen von Obama?

Lernen von Obama?

Spätestens seit Barack Obamas beispiellosem Wahlkampf gilt eine auf Dialog und Glaubwürdigkeit fußende Kommunikation als wesentliche Voraussetzung für politischen Erfolg. Dabei gewinnt das Internet immer mehr an Bedeutung. Das Buch "Lernen von Obama?" widmet sich digitaler politischer Kommunikation und untersucht Chancen und Risiken.

weiter
Drucken Senden Bookmark RSS abonnieren Hilfe

SEITE SENDEN:

SEITE SENDEN

Vielen Dank für die Weiterempfehlung! Die Email wurde versendet.

 |  Die Stiftung |  Reinhard Mohn |  Politik |  Gesellschaft |  Wirtschaft |  Bildung |  Gesundheit |  Kultur |  Presse |  Verlag |  Service |  Projekte | 
 |  English  |  Karriere  |  Kontakt  |  RSS  |  Sitemap  |   |  Suche  |  Impressum  |  Datenschutz  |