Projekte
Faktencheck Gesundheit – Initiative für gute Gesundheitsversorgung
Über-, Unter- und Fehlversorgung im deutschen Gesundheitswesen werden in Fachkreisen schon seit Jahren diskutiert. Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen zeigte die Problemlage bereits 2001 deutlich auf: In unserem Gesundheitssystem werden nicht nur wertvolle Ressourcen unnötig und unangemessen verbraucht. Auch der regionale Einsatz von Gesundheitsleistungen und das Angebot an Versorgungsstrukturen entsprechen häufig nicht dem Bedarf der Bevölkerung.
Faktencheck Gesundheit
Die Initiative für gute Gesundheitsversorgung zeigt Beispiele für Über-, Unter- und Fehlversorgung und unangemessene regionale Unterschiede konkret und nachvollziehbar auf – im Faktencheck Gesundheit. Dazu gehören auch Ursachenforschung und Lösungsvorschläge für die jeweiligen Themen. Statt unsere Bemühungen nur auf die gesundheitspolitischen Fachkreise auszurichten, setzen wir auf eine starke Bürgerorientierung. Und wir wollen, dass sich möglichst viele Akteure und Institutionen im Gesundheitswesen an diesem Projekt beteiligen.
Projektstart: 01/2011
Alle Informationen zum Projekt und alle Veröffentlichungen finden Sie auf der Website www.faktencheck-gesundheit.de
Aktuelles
Große Unterschiede der Kaiserschnitt-Raten in Deutschland – in einigen Kreisen ist der Eingriff dreimal häufiger als in anderen
Jedes dritte Kind wird mittlerweile per Kaiserschnitt geboren und der Anteil steigt seit Jahren immer weiter an. Innerhalb Deutschlands gibt es jedoch frappierende Unterschiede: Während beispielsweise in Dresden nur 17 Prozent der Babys per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, sind es in Landau in der Pfalz drei Mal so viele (51 Prozent). Das zeigt der Faktencheck Gesundheit der Bertelsmann Stiftung. Die Gründe für diese regionalen Variationen liegen vor allem in unterschiedlichen Risikobewertungen der Geburtshelfer in den einzelnen Regionen. Andere bisher häufig genannte Begründungen, wie das steigende Alter der Mütter oder der explizite Wunsch der Eltern nach einem Kaiserschnitt scheinen dagegen nur eine untergeordnete Rolle bei der Erklärung der Unterschiede zu spielen.
weiterAntibiotika bei Kindern
Kein Zweifel: Antibiotika können lebenswichtig sein. In Deutschland werden jedoch zu viele verschrieben. 38 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erhielten im Jahr 2009 ein Antibiotikum. Bei den Drei- bis Sechsjährigen waren es sogar über 50 Prozent. Und dabei geht es in Deutschland ganz unterschiedlich zu. Während in manchen Gegenden nicht einmal 20 Prozent der Kinder Antibiotika erhalten, sind es in anderen fast drei Mal so viele.
Faktencheck Antibiotika












