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Zukunft Soziale Marktwirtschaft
Die Soziale Marktwirtschaft stand für das deutsche "Wirtschaftswunder" der Nachkriegszeit, war in Deutschland lange Zeit als eine der zentralen Säulen wirtschaftlichen Wohlstandes und sozialer Gerechtigkeit anerkannt und ist für viele zum Inbegriff des Versprechens "Wohlstand für alle" geworden. Spätestens jedoch mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Soziale Marktwirtschaft in eine erhebliche Vertrauenskrise gerutscht. So hatten im Frühjahr 2008 nur noch 31 Prozent der deutschen Bevölkerung eine "gute Meinung" von der Sozialen Marktwirtschaft, Anfang 2010 immerhin wieder 38 Prozent.
Für die Bertelsmann Stiftung Anlass genug, einen breiten Dialog über die Grundlagen und Leitlinien einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu initiieren - auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Denn die Bewältigung der Folgen der gegenwärtigen Krise und die Gestaltung künftiger Herausforderungen erfordern einen Konsens über gesellschaftliche Institutionen und Regeln, die Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften auf der Grundlage gemeinsamer Prinzipien und Werte ermöglichen. Die Soziale Marktwirtschaft bietet hierfür einen Orientierungsrahmen, den es in einer globalisierten Welt neu zu bestimmen gilt.
Mit dem mehrjährigen Projekt "Zukunft Soziale Marktwirtschaft" will die Bertelsmann Stiftung zu einer Wiederbelebung der Sozialen Marktwirtschaft beitragen, ihre Leitlinien und Prinzipien modernisieren und sie als zukunftsfähige Ordnungsidee auch in die europäische und globale Dimension einbringen. Das Projekt ist innerhalb der Stiftung programmübergreifend angelegt und basiert auf der in der Stiftung und ihren Netzwerken vorhandenen Expertise wie auch den Synergien mit anderen Projekten und der intensiven Zusammenarbeit mit den Büros in Brüssel, Barcelona und Washington D.C..
Die Projektarbeit fokussiert sich in verschiedenen Projektlinien und Arbeitssträngen auf drei Ebenen: "Soziale Marktwirtschaft in Deutschland", "Europäisches Wirtschafts- und Sozialmodell" und "Global Economic Sustainability".















