Forum Demographischer Wandel im Schloss Bellevue
Bundespräsident Horst Köhler und Bertelsmann Stiftung ziehen Bilanz ihrer Zusammenarbeit
Auf der Abschlusskonferenz des Forums Demographischer Wandel im Schloss Bellevue in Berlin ziehen die Initiatoren heute ein Resümee ihrer Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltungsreihe im Jahr 2005 von Bundespräsident Horst Köhler und der Bertelsmann Stiftung. Ziel des Forums war es, das Bewusstsein für die Herausforderung des demographischen Wandels bei Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, in den Medien und in der Öffentlichkeit zu stärken, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und Beispiele guter Praxis aufzuzeigen, die diese Empfehlungen bereits erfolgreich umsetzen.
Auf der heutigen Konferenz wollen die Veranstalter den Schritt vom "Was" zum "Wie" unternehmen. Denn die Herausforderungen und die Lösungsansätze sind bekannt. Wie kann es jetzt gelingen, einen Wandel tatsächlich herbeizuführen? In seinem Grußwort stellte Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, dazu fest: "Eine sich strukturell wandelnde Gesellschaft ist nur dann zukunftsfähig, wenn die Menschen die Veränderungen annehmen und positiv gestalten."
Inhaltliche Grundlage der Konferenz waren die Resultate einer Bürgerwerkstatt zum Demographischer Wandel sowie die Ergebnisse der Studie "Der demographische Wandel als gesellschaftliche Herausforderung", die mittels qualitativer Interviews kollektive Wertemuster erforscht hat. Das Forum schließt mit einer Rede von Bundespräsident Horst Köhler, der es auf den Punkt bringt: "Ohne Berücksichtigung der demographischen Entwicklung ist künftig kein Staat mehr zu machen. Wer heutzutage noch plant, ohne die entsprechenden Prognosen heranzuziehen, handelt unverantwortlich. (...) "Sehen, um vorauszusehen; voraussehen, um zuvorzukommen" - diese Devise von Auguste Comte, dem Gründervater der Soziologie, müssen wir heute mehr denn je zur Richtschnur unseres Handelns machen."
Das Forum beschäftigte sich nach einer Auftaktkonferenz im Jahr 2005 in drei Jahreskonferenzen mit den Herausforderungen des demographischen Wandels in den Schwerpunkten "Familie", "Bildung" und "gesellschaftliche Vielfalt". Dabei wurde thematisiert, wie wichtig die Kinder der Babyboomer (die "Generation 90") als letzte geburtenstarke Jahrgänge für eine erfolgreiche Bewältigung des demographischen Wandels sind, dass Bildung als zentrales Werkzeug in Deutschland gänzlich neu verstanden und gelebt werden muss, und dass Gesellschaft nur gelingen kann, wenn sie sich der Herausforderung ihrer vielen Gesichter - sozial wie kulturell - stellt. Begleitet wurden die Jahreskonferenzen von einer Vielzahl an Experten- und Werkstattgesprächen, vorbereitenden Panoramapapieren sowie die Herausforderungen illustrierenden Dokumentarfilme.

















