Projekte
Familie und Arbeitswelt
Beschreibung der Expertenkommission
"Wir können nicht mit einem Familienbild aus dem vergangenen Jahrhundert auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren." . (Liz Mohn)
Die Zukunft der Familie hängt entscheidend davon ab, ob es Müttern und Vätern gelingt, eine Balance zwischen Familie, Privatinteressen, gesellschaftlicher Teilhabe, Beruf und Bildung herzustellen. Familien brauchen heute Unterstützung:
Gute Betreuungs-und Bildungsangebote, familienfreundliche Arbeitgeber, unterstützende Dienstleistungen, finanzielle Unterstützung und eine Gesellschaft, die die Arbeit von Vätern und Müttern anerkennt. Die Expertenkommission Familie greift Zukunftsthemen auf und engagiert sich für einen Mentalitätswandel in der Öffentlichkeit und eine familienfreundliche Infrastruktur. Sie gibt Studien in Auftrag, erarbeitet Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen. Der Expertenkommission Familie gehören unter dem Vorsitz von Liz Mohn namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft an.
Aktuelles
9.Tagung der Expertenkommission Familie
Viele feste Vorstellungen, die seit Jahrhunderten mit dem Begriff Familie verbunden werden, gelten heute nicht mehr uneingeschränkt. Vater- Mutter-Kinder, die klassische Familie gibt es noch, aber immer mehr andere Formen von Familie werden Realität.
Die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland liegt mittlerweile bei 2,6 Millionen. 1,6 Millionen von ihnen haben Kinder unter 18 Jahren.
Die Mehrzahl dieser Alleinerziehenden sind Frauen wie die Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung auf einem Treffen Ende Mai in Berlin feststellte, hätten viele von ihnen größte Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen weil sie einerseits in Vollzeit arbeiteten um ihren Lebensunterhalt ohne staatliche Unterstützung zu bestreiten und andererseits organisatorische Höchstleistungen vollbringen, um ihren Kindern gerecht werden zu können. Diejenigen, die wegen der Kinder nur Teilzeitstellen annehmen lebten oft nur von einem geringen Einkommen, hart an der Armutsgrenze.
In ihrem Impulsvortrag betonte Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Leiterin des Lehrstuhls Haushalts und Verbrauchsforschung am Institut für Wirtschaftslehre der Justus-Liebig Universität Gießen führt aus, dass der Status Alleinerziehend in den meisten Fällen durch Scheidung entsteht. In dieser neuen Situation ist nicht nur Trauer, Enttäuschung und Schmerz zu verarbeiten, sondern auch der gesamte Lebensalltag mit Kindern umorganisiert und allein bewältigt werden. Obwohl dies zu einer extrem hohen Belastung führt, geben dennoch die meisten Alleinerziehenden an, mit Ihrem Leben zufrieden zu sein.
Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass die Wirtschaft auf die meist hochmotivierten alleinerziehenden Mitarbeiter nicht verzichten kann. Oft seien sie gut ausgebildet, blieben aber aus organisatorischen Gründen dem Arbeitsmarkt fern. Schwierig sei die besonders starke körperliche und auch psychische Belastung, denen Alleinerziehende ausgesetzt sind - ein häufiger Grund am Arbeitsmarkt nicht teilnehmen zu können. Hier sei nach Ansicht der Kommission die Gesellschaft gefordert, zu unterstützen. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft müssten gemeinsam daran arbeiten, die Situation der Alleinerziehenden zu verbessern. Der Expertenkommission Familie gehören neben Liz Mohn unter anderem der Unternehmer Gerd Oliver Seidensticker sowie Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE, an. Mit ihnen diskutierten unter anderem Gäste wie Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin Brandenburg und Lisa Ortgies.
8. Tagung der Expertenkommission Familie
Mit ihrem Lebensstil und ihrem Wertekanon unterscheiden sich die in Deutschland wohnenden Migranten inzwischen kaum noch von Menschen ohne Migrationshintergrund: Diese Auffassung vertraten die Mitglieder der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung auf einem Treffen in Berlin, das von Liz Mohn geleitet wurde. Über diesen Sachverhalt zu informieren sehen die Mitglieder der Kommission - erst recht nach den populistischen Äußerungen Thilo Sarrazins - als eine der wichtigsten Aufgaben von Politik und Gesellschaft an.
weiterTreffen der Expertenkommission
Gütersloh - 17.11.2009
Rollenbilder und Selbstverständnis junger Männer und Frauen verschieben sich immer stärker
Wie sehen die Rollenbilder junger Männer und Frauen in der Zukunft aus? Wie können junge Frauen und Männer auf ein Leben mit Kindern und eine Balance von Familie und Beruf vorbereitet werden? Darüber diskutierten die Mitglieder der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung vergangene Woche unter der Leitung von Amelie Fried mit Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance.
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Gütersloh - 30.05.2009
Balance von Familie und Arbeitswelt - Fortschritte durch innovative Tarifpolitik und Betriebsvereinbarungen?
Über den Stellenwert und Einfluss von Tarifpolitik und Betriebsvereinbarungen auf die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie, diskutierten am Mittwoch vergangener Woche unter der Moderation von Amelie Fried die Mitglieder der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung in Berlin mit Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und dem Betriebsratsvorsitzenden von Merz Pharma Dr. Rüdiger Koch.
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Gütersloh - 27.02.2008
Die Ängste junger Männer vor der Familie
Warum wollen immer weniger junge Männer Väter werden? Antworten auf diese Frage soll eine repräsentative Studie "Wege in die Vaterschaft" geben, die im Herbst dieses Jahres veröffentlicht wird. In Berlin diskutierte gestern die Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung, unter Leitung der stellvertrtenden Vorstandsvorsitzenden Liz Mohn, über die Ausgangssituation der Befragung.
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Publikation
Familienpolitik im 21. Jahrhundert
Familie und Gesellschaft befinden sich im Wandel. Die klassische Familie mit Vater, Mutter und Kindern, die ein Leben lang besteht, gibt es immer seltener.
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Null Bock auf Familie?
Die traditionelle Rolle von Männern und Vätern verändert sich. Aber welche Lebensentwürfe und Rollen-vorstellungen haben Jungen und Männer eigentlich? Wie denken sie über Familie und Beruf? Was spricht gegen eine Vaterschaft? Das neue Buch "Null Bock auf Familie?" beantwortet diese Fragen.
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Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen
Nicht nur die traditionelle Sicht über die Familie verändert sich, auch ein mögliches Ende des Generationenvertrages durch den demographischen Wandel wird diskutiert. Die Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung greift in einem neuen Buch diese Themen auf.
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