Auch Spanien trauert um Reinhard Mohn
Großes Medienecho auf den Tod des Unternehmers und Stifters
Auch im Ausland hat der Tod Reinhard Mohns viel Aufmerksamkeit gefunden, besonders gewürdigt wird der Verstorbene in den spanischen Medien. Viele Zeitungen des Landes, von großen Blättern wie "El Pais" oder "El Mundo" bis hin zur Inselzeitung "Diario de Ibiza", haben in den vergangenen Tagen anerkennend und mit großer Wertschätzung über den Unternehmer und Stifter berichtet. Reinhard Mohn war am vergangenen Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben.
Die meisten Artikel stellen die Erfolgsgeschichte des Leserings "Círculo de Lectores" in den Vordergrund: Reinhard Mohn hatte diesen 1962 gegründet und damit das "Fundament für die Internationalisierung der Idee eines Buchclubs" gelegt, schreibt "El Pais" in einem Nachruf. Darin erinnert der Autor an eine Äußerung des Stifters aus dem Jahr 1990: "Lesen ist eine Gewohnheit, die man sich schon in der Kindheit aneignet und die man nicht ´einfach so´, sonder nur durch ständiges Üben aufrechterhalten kann."
Auch die Verleihung des Prinz-von-Asturien-Preises an Reinhard Mohn wird in vielen Zeitungen erwähnt: Die Auszeichnung war ihm 1998 für die "Entwicklung eines neuartigen Unternehmensmodells im Bereich Kultur und Kommunikation sowie in Anerkennung der Verbreitung von Kultur und Förderung des Lesens" zuerkannt worden.
Die Tageszeitung "El Mundo" greift in ihrer Würdigung der Lebensleistung Reinhard Mohns ein Zitat von der Internetseite der "Zeit" auf: "Mit dem Tode Reinhard Mohns geht in Deutschland die Nachkriegszeit zu Ende", so ein nicht namentlich genannter Kommentator in der online-Ausgabe der deutschen Wochenzeitung.
Klickt man durch das elektronische Kondolenzbuch, das per Link von der Homepage der Bertelsmann Stiftung wie auch von der Internet-Seite der Fundación Bertelsmann in Barcelona zu erreichen ist, finden sich dort zahlreiche Einträge in spanischer Sprache.















