Viele junge Menschen glauben an Gott und ein Leben nach dem Tode
Ergebnisse einer Online-Befragung der Bertelsmann Stiftung
Jeder zweite junge Mensch in Deutschland glaubt offenbar an Gott und ein Leben nach dem Tode. Dieses ergibt sich aus der Auswertung von 7.000 Online-Fragebögen, die Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren im Rahmen des Religionsmonitors der Bertelsmann Stiftung ausgefüllt haben. Die Antworten bestätigen auch die Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung von 2008.
Weit über die Hälfte der christlichen Jugendlichen ist davon überzeugt, dass Gott keine menschliche Idee, sondern ein personales Gegenüber ist. Selbst rund zehn Prozent der Konfessionslosen teilen diese Ansicht. Rund die Hälfte der jungen Christen hat die Gegenwart Gottes im eigenen Leben schon erfahren. Bei den Konfessionslosen sind es gut 15 Prozent. "Liebe" verbinden mit Gott über 50 Prozent der 14- bis 17-jährigen Katholiken, bei den evangelischen Gleichaltrigen sind es gut 40 Prozent. Bei den 18- bis 21-Jährigen sagen das rund zwei Drittel der katholischen und rund 47 Prozent der evangelischen Christen.
Junge Christen glauben an Gott
Katholiken von 14 bis 17 Jahren glauben zu 41 Prozent stark und fast 40 Prozent mittelstark an Gott. Bei den 18- bis 21-Jährigen sind sogar die Hälfte stark und 27 Prozent mittelstark gläubig. Bei den Evangelischen sind von den 14- bis 17-Jährigen 35 Prozent stark und weitere 40 Prozent mittelstark glaubend. Von den 18- bis 21-Jährigen sind es 42 Prozent beziehungsweise 31 Prozent.
Danach befragt, für wie religiös sie sich halten, schätzten sich Katholiken von 14 bis 17 Jahren zu 25 Prozent als stark religiös oder spirituell und 41 Prozent als religiös oder spirituell ein. Bei den 18- bis 21-jährigen Katholiken waren es 36 Prozent beziehungsweise 33 Prozent. Bei den evangelischen 14- bis17-Jährigen sind 17 Prozent hoch und 39 Prozent mittelhoch religiös. Von den 18- bis 21-jährigen Evangelischen sagen 26 Prozent, dass sie stark und 34 Prozent, dass sie mittelreligiös sind. Diese Ergebnisse korrelieren mit der Feststellung, dass sich sowohl bei den Katholiken und den Evangelischen, als auch bei den Konfessionslosen 18- bis 21-Jährigen ein signifikant höheres Interesse an religiösen Themen und Fragen als bei den 14- bis 17-Jährigen zeigt.
Religiöse Praxis hat einen hohen Stellenwert
Für über die Hälfte der jungen Katholiken hat die Mitfeier der Gottesdienste mittlere beziehungsweise hohe Bedeutung. Bei den evangelischen Jugendlichen sind es 39 bis 43 Prozent. Das private Gebet ist für 60 bis 65 Prozent der jungen Katholiken wichtig. Bei den evangelischen Jugendlichen sind es rund 50 Prozent.
Über den Religionsmonitor
Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung untersucht weltweit Fragen von Religiosität und Glaube. Er wurde von Religionswissenschaftlern, Soziologen, Psychologen und Theologen entwickelt und 2007 zum ersten Mal angewendet. Von den bisher beantworteten 25.000 Online-Bögen betreffen ca. 7.000 die Altersgruppe der 14- bis 21-Jährigen, auf die sich die obige Auswertung bezieht.









