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Berlin, 15.07.2011

Bibliotheksranking 2011: 236 Bibliotheken treten an

Ergebnisse im Bibliotheksindex BIX

Logo des Bibliotheksindex BIX

Zum zwölften Mal veröffentlicht der Deutsche Bibliotheksverband die Ergebnisse des Bibliotheksindex BIX, eines bundesweiten Kennzahlenvergleiches für Bibliotheken. Bei den Stadtbibliotheken erreichten die obersten Plätze Dresden (Sachsen), Herten (NRW), Biberach/Riß, Freiberg am Neckar und Abtsgmünd (alle BW). Im Hochschulbereich führen die Universität Konstanz, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz (ebenfalls BW).

236 Einrichtungen, von der kleinen Gemeindebücherei bis zur Universitätsbibliothek, nahmen 2011 am BIX-Bibliotheksindex teil. Im BIX werden 17 Leistungsindikatoren zu Angeboten, Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotenzial ermittelt und zu einer Rangliste zusammengefasst. Die Bibliotheken nutzen diese Ergebnisse, um ihre Stärken zu zeigen und Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken.

Deutlich wird in den Daten 2011 der Medienwandel in den Bibliotheken. Die Hälfte der Stadtbibliotheken im BIX bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, elektronische Medien (E-Books, Zeitschriften, Hörbücher oder Musik) herunterzuladen. Bundesweit sind es gut 200 Stadtbibliotheken, die dies ermöglichen. Die Hochschulbibliotheken im BIX investieren durchschnittlich 40 Prozent ihres Etats in elektronische Medien, der Anteil kann bei naturwissenschaftlichem Fächerprofil aber auch auf bis zu 80 Prozent steigen.

Gleichzeitig sind die Bibliotheken nach wie vor Publikumsmagneten. Über 100 Menschen besuchen z. B. die Stadtbibliothek Herten in jeder Öffnungsstunde. Und in der Universitätsbibliothek Heidelberg wurden 2010 über 8.700 Studierende zu Recherchestrategien und Datenbanken geschult.

"Der BIX zeigt, dass Bibliotheken nicht nur flächendeckend Lese- und Informationskompetenz vermitteln, sondern mit ihren Angeboten zunehmend auch neue, mobile Nutzungsformen bedienen", sagt Monika Ziller, die Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes. „Dass die Besucherzahlen dabei noch steigen, spricht für die Bedeutung der Bibliotheken als soziale und kulturelle Treffpunkte in den Kommunen und als zentrale Lern- und Arbeitsorte an den Hochschulen."

Der BIX wurde 1999 erstmalig von der Bertelsmann Stiftung mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) durchgeführt und erscheint seither jährlich. 2005 übernahmen der dbv und das Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) den BIX im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB), dem Netzwerk für überregionale Bibliotheksaufgaben. Unterstützt wird der BIX von der Bertelsmann Stiftung, infas Institut für Sozialforschung, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Zeitschrift B.I.T.-Online.


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