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Jugendliche unterschiedlicher Abstammung

Europas Zukunft

Europäische Institutionen

Die Zukunft Europas ist offen und damit zugleich Anlass für euphorische Hoffnungen, aber auch für Ungewissheiten und Ängste. Nach jahrelangen Diskussionen über eine Institutionenreform wird nun die Europäische Union auf eine neue Grundlage gestellt.

Ausgehend von einem Zusammenschluss von sechs Staaten mit begrenzten Feldern der wirtschaftlichen Zusammenarbeit hat sich die Europäische Union in den vergangenen Jahrzehnten zur prägenden politischen Entität entwickelt, unter deren Dach die Einheit des europäischen Kontinents verwirklicht wird. 15 Jahre nach dem politischen Beben in der Mitte Europas hat sich die freiwillige Bündelung von Souveränität zur Gewinnung gemeinsamer Handlungsfähigkeit als die größte Idee der Europäer seit der Aufklärung durchgesetzt.

Dennoch wird die ambivalente Grundstimmung gegenüber dem europäischen Integrationsprozess mit zunehmender Dynamik immer handgreiflicher. Deutlicher als in der Vergangenheit ist die Formel von der Zukunft Europas heute deshalb weniger ein rhetorischer Fixpunkt politischer Debatten als vielmehr eine strategische Aufgabe politischen Planens und Handelns. Die Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion, die Strukturreform der Union, aber auch die tatsächliche Integration der mittel- und osteuropäischen Staaten in die Union verlangen zuverlässige Fundamente.

Vor diesem Hintergrund nimmt die europapolitische Analyse und die Erarbeitung von Strategien zur Lösung integrationspolitischer Probleme einen breiten Raum ein. Wir erstellen international und interdisziplinär angelegte Analysen und verbinden sie mit Vorschlägen und Empfehlungen für die politische Praxis. Zudem vermitteln wir die Arbeitsergebnisse an Entscheidungsträger und Öffentlichkeit.

Die Zukunftsfähigkeit des Integrationsprozesses der Europäischen Union wird sich an ihrem Reform- und Innovationspotential entscheiden. Um ihr politisches Gestaltungspotential voll entfalten zu können, muss die Konsolidierung des politischen Systems der Europäischen Union nach ihrer Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten intensiviert werden.

Deshalb nehmen die Vorschläge der Bertelsmann Stiftung zum Systemwandel der Europäischen Union für sich in Anspruch, europapolitische Perspektive und Realismus miteinander in Einklang zu bringen: Perspektive in der Beschreibung der Ziele einer föderalen und demokratischen Europäischen Union, Realismus in der Formulierung konkreter Vorschläge für die Strukturentwicklung in genau beschriebenen Zeitfenstern. Die zentralen Ziele in diesem Bereich lauten: Erhöhung der Transparenz, Stärkung der demokratischen Legitimation, Ausrichtung des institutionellen Systems auf mehr als 25 Mitgliedstaaten, Gewährleistung einer stabilen Balance zwischen der Union und den Mitgliedstaaten durch eine klare Verteilung der Kompetenzen.


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