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Projekte

Zwei Fahnen: Eine mit Kreuz, die andere mit Halbmond

Interreligiöse Kompetenz

Frankfurt/Main, 11.11.2008

Workshop interreligiöser Vereine und Stiftungen

Diskussion in einer thematischen Arbeitsgruppe
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Diskussion in einer thematischen Arbeitsgruppe

Die wachsende Heterogenität unserer Gesellschaften führt zu einer immer stärker ausgeprägten religiösen Vielfalt und einer öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema Religion. Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Prägung begegnen sich mit einer Intensität wie nie zuvor. Interreligiöser Dialog wird damit zu einer Grundlage für ein friedliches Miteinander. Die Bertelsmann Stiftung möchte einen Beitrag dazu leisten, interreligiös engagierte Menschen und Einrichtungen miteinander zu vernetzen. Deshalb veranstaltete sie am 11. November 2008 in Frankfurt am Main einen Workshop interreligiöser Vereine und Stiftungen. Ein Ziel bestand darin, ein Forum zum Gedankenaustausch zu schaffen und Impulse für die weitere Arbeit zu geben.

Welche Bedeutung hat Religiosität für gesellschaftliche Prozesse? Wie verändert sich das Zusammenleben in multireligiösen Gesellschaften und wie lässt es sich positiv gestalten? Was sind die wichtigsten Zukunftsaufgaben eines wirksamen interreligiösen Dialogs? Diesen und anderen Fragen widmeten sich zahlreiche Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die am 11. November 2008 der Einladung der Bertelsmann Stiftung zum „Workshop interreligiöser Stiftungen und Vereine“ ins Frankfurter „Haus am Dom“ gefolgt waren. Die Vielzahl an vertretenen Initiativen unterschiedlicher Größe und Richtungen – von lokalen Bündnissen, über regionale Gesprächskreise hin zu Dachverbänden, von privaten Stiftungen hin zu Wissenschaftseinrichtungen und kirchlichen Stellen – machte deutlich: Die Bandbreite an interreligiösen Strukturen ist groß und reicht bis tief in die Gesellschaft hinein.

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Dr. Martin Rieger, Director des Programms „Geistige Orientierung“ bei der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse des Religionsmonitors hinsichtlich interreligiöser Fragestellungen und die Befunde der repräsentativen Erhebung der Muslime in Deutschland. Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung, der von Soziologen, Psychologen, Theologen und Religionswissenschaftlern entwickelt wurde, hat die Religiosität in 21 Ländern weltweit repräsentativ und differenziert erhoben. Er zeigt die Intensität und Ausprägung persönlicher Religiosität und deren Alltagsrelevanz. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaften ist, um die religiösen Grundlagen, Traditionen und Bräuche der Anderen zu wissen. Interessiert nahmen die Workshopteilnehmer diese Impulse auf, was in zahlreichen Rückfragen und den Diskussionen des Tages deutlich wurde.

Bei einer anschließenden Bestandsaufnahme zu interreligiösen Vereinen und Stiftungen wurde anhand von Praxisbeispielen die Vielfalt in den Zielsetzungen und Arbeitsweisen von interreligiösen Initiativen aufgezeigt. Neben dem interdisziplinären Zentrum „Weltreligionen im Dialog“ in Hamburg stellten auch die Münchner Eugen-Biser-Stiftung, das Projekt „Brücke-Köprü“ aus Nürnberg, der Interkulturelle Rat in Deutschland, das Zürcher Lehrhaus und die österreichische Stiftung „Pro Oriente“ ihre Arbeit vor.

In Workshopgruppen wurden danach verschiedene Felder interreligiöser Aktivitäten hinsichtlich zukünftiger Aufgaben und Herausforderungen untersucht. Dabei standen Themen wie das interreligiöse Engagement vor Ort, (inter)religiöse Bildung, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit interreligiösen Fragestellungen und die Bedeutung von Frieden und Verständigung im Fokus der Überlegungen. In der abschließenden Plenumssitzung wurden die herbeigeführten Impulse aus der Gruppenarbeit allen Teilnehmern vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass zukünftig der Vermittlung interreligiöser Kompetenzen gerade in der Bildung und im schulischen Bereich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Zudem wurden eine Zielgruppendefinition, die Förderung und Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeiten und die engere Vernetzung in einer interreligiösen Plattform angeregt.

Sollten Sie noch Fragen zum „Workshop interreligiöser Vereine und Stiftungen“ oder zu Initiativen im Projekt „Interreligiöse Kompetenz“ der Bertelsmann Stiftung haben, wenden Sie sich bitte an Dr. Martin Rieger oder Ferdinand Mirbach. Die Kontaktdaten sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Spalte rechts neben diesem Text.


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