Projekte
Gesunde Arbeitswelten im demographischen Wandel
Maßnahmen für Betriebe
Um Betrieben ein zugleich übersichtliches und handhabbares Angebot zu unterbreiten, ist eine Auswahl der bereits zahlreich vorhandenen Tools, die Unternehmen bei der Bewältigung des demographischen Wandels unterstützen, erforderlich. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass die Tools auch für kleinere Unternehmen handhabbar sind und auf Nachfrage in dieser Zielgruppe treffen. Die Tools wurden in Zusammenarbeit mit den regionalen Netzwerkpartnern und Betrieben zusammengestellt und erprobt, teilweise auch Weiterentwicklungen vorgenommen.
Die Initiative "Gesunde Arbeitswelten im demographischen Wandel" stellt Informationen zu einer Auswahl an Maßnahmen zur Verfügung, die nach unseren Erfahrungen die oben genannten Kriterien erfüllen und ein gesundes Altern der Belegschaften ermöglichen.
- Altersstrukturanalyse
Die Altersstrukturanalyse setzt auf die vorhandenen Personaldatenbestände auf, die sie unter bestimmten Kriterien und Variablen selektiert und aufbereitet. Zu einer vollständigen Altersstrukturanalyse gehört nicht nur die Feststellung des Ist-Standes in Form von aufbereiteten Daten zur Altersstruktur der Belegschaft, sondern auch die Prognose einer zukünftigen Entwicklung unter bestimmten angenommen Variablen, denen realistische unternehmensstrategische Überlegungen zugrunde gelegt werden sollten. Auf dem Markt erhältlich sind Softwaretools, die die Anfertigung, insbesondere für größere Unternehmen und bei komplexen Szenarien, komfortabler gestalten können.
- Mitarbeiterbefragung
Eine schriftliche Mitarbeiterbefragung oder Belegschaftsbefragung ist ein ökonomisches Verfahren, um die subjektiven Einschätzungen möglichst vieler Mitarbeiter zu bestimmten Themen zu erheben. Das Gelingen einer solchen Befragung ist in hohem Maße von der Konzeption des Fragebogens und von der Durchführung selbst abhängig. Da für eine gelungene Mitarbeiterbefragung viele Dinge zu beachten sind, haben wir nicht nur einen Fragebogen entwickelt, der kompatibel zu anderen im bundesrepublikanischen Kontext durchgeführten Untersuchungen ist (z.B. "Was ist gute Arbeit?"), sondern auch einen Ratgeber entworfen, der die vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer überbetrieblichen Arbeitskreise enthält.
- Workshopkonzepte
Ein Workshop ist ein kommunikatives und teamorientiertes Verfahren, in dessen Rahmen Probleme zielgerichtet erörtert und unter direkter Einbeziehung der Betroffenen, abgestimmte Maßnahmen entwickelt werden können. Ein gut vorbereiteter und kompetent moderierter Workshop ist ein zeitsparendes effektives Instrument, das zudem hohe Zustimmung in der Belegschaft findet, da es die Betroffenen zu Beteiligten macht. Im Zusammenhang einer demografieorientierten betrieblichen Gesundheitspolitik hat sich das Konzept "Gesundheit und Qualität der Arbeit" bewährt. Der richtige Zeitpunkt, um diesen Workshop durchzuführen ist, nachdem eine betriebliche Bedarfsanalyse, beispielsweise in Form einer Altersstrukturanalyse, durchgeführt wurde und diese Ergebnisse einen Handlungsbedarf aufgezeigt haben. Aber auch eine vorangegangene Mitarbeiterbefragung stellt eine solide Grundlage dar. Weiterhin werden Workshopkonzepte für personenzentrierte Dienstleistungsberufe "Entspannter arbeiten" und zu "Arbeitsrollen für Ältere" angeboten.
- demographiesensible Gefährdungsbeurteilung
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitspolitik und des Arbeitsschutzes spielt die gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Gefährdungsbeurteilung eine zentrale Rolle. Während herkömmliche Gefährdungsbeurteilungen sich jedoch nur an Arbeitsplatztypen orientieren, bezieht eine demographiesensible Gefährdungsbeurteilung auch personenspezifische Merkmale, wie das Alter der Arbeitsplatzinhaber ein.
- Zukunftsgespräch
In vielen Betrieben bemängeln Mitarbeiter fehlende Möglichkeiten, Anlässe und Gelegenheiten ihre Vorstellungen und Vorschläge zur Gestaltung der Arbeit vorzubringen. Was den Betrieben fehlt, ist ein Kommunikationsinstrument, der auf der einen Seite strukturiert und ergebnisbezogen ist, auf der anderen Seite aber die Möglichkeit zum offenen Gespräch der Parteien auf Augenhöhe bietet. Das Zukunftsgespräch bietet als Mitarbeitergespräch ohne disziplinarischen Charakter die Möglichkeit der Kommunikation zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu den Themen Gesundheit, Qualifikation und Laufbahngestaltung, um gerade auch die letzte Phase des Erwerbslebens zum beiderseitigen Vorteil zu gestalten.
- gesundheitsorientierter KVP-Prozess
Der kontinuierlicher Verbesserungsprozess, bekannt unter der Abkürzung KVP, bedeutet: Gutes besser machen und diesen guten Zustand kontinuierlich weiter verbessern. Diese Philosophie schließt alle Unternehmensbereiche ein. Gleichzeitig ist KVP hervorragend geeignet, um Mitarbeiter einzubeziehen, denn KVP braucht das Team, braucht die im Team abgestimmte Verbesserung. KVP kann ein sehr wirksames Instrument sein, um die Bedingungen der Arbeit zu verbessern. Die Ansatzpunkte für ein gesundes Altern im Betrieb, liegen in den KVP-Handlungsfeldern "Qualität" und "Mitarbeiterzufriedenheit". Die Workshops "Gesundheit und Qualität der Arbeit" sowie "Entspannter arbeiten" eignen sich sowohl als Keimzelle für einen ganzheitlichen KVP wie aber auch dafür, einen bestehenden KVP um die Facette der betrieblichen Gesundheitspolitik zu ergänzen.
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Publikation
Fit für den demographischen Wandel
Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist aufgrund des demographischen Wandels von einer leistungsfähigen älteren Belegschaft abhängig. Vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben muss mit Know-how und Beratung geholfen werden, damit sie die Gesundheit ihrer Belegschaft langfristig erhalten.
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